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Call for Papers für conhIT-Kongress 2018

Wir laden alle interessierten Akteure der Gesundheits-IT ein, das Kongressprogramm, das in diesem Jahr unter dem Motto „conhIT 2018 Transforming Healthcare“ steht, mitzugestalten.

Bis zum 17. November 2017 können Sie sich für Vorträge in einer der sechs Call for Papers-Sessions des conhIT-Kongresses 2018 bewerben.

Eine Fristverlängerung über den 17. November 2017 hinaus ist nicht vorgesehen.

  • Der Call for Papers richtet sich an alle Akteure der Gesundheits-IT
  • Bewerbungsfrist: 16. Oktober – 17. November 2017
  • Die Teilnahme ist kostenfrei
  • Nur vollständige und unseren Vorgaben entsprechende Bewerbungen können berücksichtigt werden

Die Auswahl der spannendsten und thematisch passenden Vorträge erfolgt durch die Beiratsmitglieder, die die jeweilige Session inhaltlich betreuen.

Inhaltliche Fragen zum Call for Papers beantwortet Ihnen Juliane Müller gern.

Online-Bewerbung

Bitte lesen Sie die Hinweise zur Bewerbung

  • Bitte lesen Sie die Sessionbeschreibung. Dieser können Sie die Anforderungen an das Thema und somit an Ihre Bewerbung entnehmen
  • Bitte erstellen Sie Ihren Abstract gemäß folgender Gliederung Vorgaben an den Vortragsabstract (PDF, 256,4 kB)
  • Der Abstract sollte 2.500 bis 4.000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) umfassen
  • Zusätzlich benötigen wir einen Lebenslauf in Textform (max. 2000 Zeichen inkl. Leerzeichen) und ein Foto (300 dpi) für Ihr Referentenprofil
  • Unternehmen müssen Aussteller der conhIT 2018 sein
  • Anwendervorträge sind besonders wünschenswert
  • Produkt-, Werbe- und Marketingvorträge sind nicht zugelassen
  • Der Titel des Vortrags (max. 120 Zeichen inkl. Leerzeichen) sollte den Inhalt möglichst gut beschreiben
  • Der Abstract sollte ein aktuelles Projekt vorstellen, bei dem ökonomische oder qualitative Verbesserungen im Vordergrund stehen
  • Der Abstract sollte sowohl die erreichten Verbesserungen als auch die Erfahrungen bei der Umsetzung („lessons learned“) des Projekts darstellen

Session-Beschreibungen

Nutzen der digitalen Transformation des Gesundheitswesens für die ärztliche Profession

Ärztinnen und Ärzte leisten einen entscheidenden Beitrag zur Wertschöpfung im Gesundheitswesen. Diagnostik und Therapie als ureigene ärztliche Aufgaben dienen dem eigentlichen Ziel der Gesundheitsversorgung: dem Erhalt- und der Wiederherstellung von Gesundheit im Krankheitsfall. Dabei bedienen sie sich zunehmend und selbstverständlich auch digitaler Technologien und Instrumentarien.

Im Widerspruch hierzu steht die Tatsache, dass die Einführung gängiger Krankenhausinformations- und Praxisverwaltungssysteme eher zur intuitiven Abwehr denn zur Akzeptanz eines unstrittig notwendigen weiteren Ausbaus von Digitalisierungsprozessen geführt hat. Allzu oft wird die damit verbundene Tätigkeit als Übertragung von Verwaltungsaufgaben und weniger als Unterstützung bei der ärztlichen Kerntätigkeit erlebt. So mag die Mehrfacherfassung identischer Patientendaten zu unterschiedlichen Verwendungszwecken als Folge einer zunehmenden Bürokratisierung der Vergütungssystematik mittelbar zwar auch der Finanzierung des eigenen Arbeitsplatzes dienen – sie absorbiert jedoch große Teile ärztlicher Arbeitszeit, die damit der eigentlichen Profession, der Patientenversorgung, verlorengeht.

Dabei kann, soll und muss Digitalisierung die ärztliche Tätigkeit nicht erschweren, sondern vielmehr erleichtern, die mit ihr verbundenen Prozesse und Ergebnisse verbessern und in einigen Fällen sogar erst ermöglichen. Im Fokus steht dabei ein aus Sicht von Ärztinnen und Ärzten wahrgenommener Nutzen bei der Patientenversorgung durch die digitale Transformation.

Besondere Bedeutung erhält die Thematik auch durch die Tatsache, dass gerade Krankenhäuser um die knappe Personalressource „Arzt“ konkurrieren und sich dabei zunehmend mit Fach- und Oberärzten aus der „Generation Y“ konfrontiert sehen, die ganz andere Ansprüche an die verfügbaren digitalen Werkzeuge und Hilfsmittel stellen, als ihre Vorgänger.

In der Session werden daher sinnvolle und Erfolg versprechende Ansätze zu einer am Nutzen für das unmittelbar ärztliche Handeln orientierten digitalen Transformation vorgestellt und mit Betroffenen, respektive Fachpublikum, diskutiert.

Pflege – Dokumentierst Du nur oder analysierst Du schon?

Auch wenn die Pflege heute noch nicht an die großen Datenautobahnen und -speicher des Gesundheitswesens angeschlossen ist, so wird sie heute doch bereits in großen Teilen mit Softwaresystemen geplant und dokumentiert. Dabei wird eine große Menge an Daten erzeugt, die aber in weiten Teilen der Gesundheitseinrichtungen noch nicht als wichtige Informationen genutzt werden.

Daher will sich die Session „Pflege – Dokumentierst Du nur oder analysierst Du schon?“ erstmalig den Potentialen der standardisierten Erfassung vergleichbarer und gemeinsam nutzbarer Pflegedaten sowie darauf aufbauend der strukturierten Datenanalyse widmen. Denn die Pflege muss sich in die Entwicklung rund um das Thema Datenanalytik einbringen, damit über die erfassten bzw. dokumentierten pflegerischen Daten neues pflegerelevantes Wissen generiert werden kann.

Was sind die Chancen und Herausforderungen solcher Datenanalysen für die Pflegepraxis, für das Pflegemanagement, für die Pflegewissenschaft, für die Pflegeinformatik oder für das Bildungswesen in der Pflege und wie müssen sich Krankenhäuser, ambulante Pflegedienste sowie Kurzzeit- und Langzeitpflegeeinrichtungen auf diese Chancen und Herausforderungen einrichten?

Die eingereichten Beiträge sollen durch Beantwortung der folgenden Fragen dazu beitragen, ein noch junges, aber durchaus zukunftsträchtiges Thema näher zu beleuchten:

  • Welche Potenziale bieten die in den Einrichtungen erhobenen pflegerischen Daten?
  • Welche Arten von Daten liegen in welcher (standardisierten) Form und Qualität für Analysen vor?
  • Welche Informationen können daraus extrahiert werden?
  • Welche Restriktionen gibt es bei der Analyse der Daten und der darauf basierenden weiteren Nutzung der Informationen?
  • Welche Auswertungen werden aktuell bereits auf pflegerischen Daten in den Einrichtungen durchgeführt?
  • Welche Möglichkeiten werden hier für die Zukunft gesehen?

Entlassmanagement digital – Optimal gesteuerte Prozesse

Patienten nach einem Krankenhausaufenthalt optimal weiter zu versorgen ist von der Kür zur Pflicht geworden. Die Vorgaben des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzs verpflichten alle Kliniken, ihre Abläufe zu optimieren.

Jedes Krankenhaus in Deutschland muss die „auferlegte Chance“ nun nutzen, um an dieser kritischen Bruchstelle der Versorgung zu zeigen, was es kann. Die Softwarehersteller haben die Möglichkeit, mit pragmatischen und alltagstauglichen Lösungen sehr schnell einen großen Markt zu bedienen.

Das Thema sollte für jede Klinik attraktiv sein: Ist ein optimaler Entlassprozess doch das beste Aushängeschild für die eigene Leistungsfähigkeit. Das Potenzial für die Steigerung von Qualität und Effizienz ist sehr hoch, weil Probleme an Sektorengrenzen konkret angegangen werden. Besonders profitieren aber die Patienten und spüren den Nutzen direkt. Sie werden so zum optimalen Marketingbotschafter für die Klinik.

Wir sind mitten im Wettbewerb um die besten Lösungen zur Steuerung des Entlassmanagements. Die „IT-Prozess-Session“ ist seit Jahren eine der am besten besuchten Veranstaltungen des conhIT-Kongresses. Daher bietet sie eine optimale Plattform für die Präsentation kreativer und praktikabler Projekte.

Intelligente Technologie im Krankenhaus – Konvergenz von Medizintechnik und IT

Die großen aktuellen und zukünftigen Entwicklungslinien der IT: Künstliche Intelligenz, Robotik und Ubiquitous Computing drängen über unterschiedlichste Wege in die Gesundheitswirtschaft. Sowohl physische als auch kognitive Tätigkeiten werden dabei unterstützt oder sogar ersetzt werden. Mit der zunehmenden Digitalisierung verzahnen sich die vorhandene IT, Kommunikations-, Medizin- und Haustechnik immer stärker. Hinzu kommen connected Devices aus und im privaten Umfeld der Patienten und Mitarbeiter. Neben Produktivitätsaspekten ergeben sich gänzlich neue Möglichkeiten zur Unterstützung und Heilung von Patienten.

Die Krankenhaus-IT profitiert erfreulicherweise von den schnellen Fortschritten der globalen IT. Für die Bewertung dessen ist aber immer der medizinische Vorteil für den Patienten entscheidend. Welche Veränderungen werden sich also für die Krankenhaus-IT ergeben?

Die conhIT-Session möchte einen Blick werfen in die nähere und fernere Zukunft von Medizin- und OP-Technik in Kombination mit der Medizin-IT. Welche Lösungen gibt es heute oder in Zukunft, bei denen sich die Weiterentwicklung der klassischen IT durch Künstliche Intelligenz, Robotik und Ubiquitous Computing und Sensorik zeigt?

Vernetzte Medizinprodukte wie Insulinpens, Endoprothesen oder Schrittmacher wollen in Netzwerke eingebunden werden und bringen zugleich immer mehr Rechenleistung in und an den Patienten. Welchen Entwicklungsstand haben diese erreicht? Wie wird mit den gesammelten Datenmengen umgegangen und welche Erkenntnisse können daraus gewonnen werden? Wofür wird die patientennahe Rechenleistung genutzt? Wie integrieren sich diese Devices in das Internet of Things? Werden durch die Fortschritte im Machine Learning und der Bilderkennung Expertensysteme im OP Einzug halten? Was ist von den aktuellen Entwicklungen für die Medizin-IT zu erwarten?

Das Abstrakt muss in seinem Umfang und Struktur den Vorgaben entsprechen.

Patientenzentrierte Versorgung – Überwindung sektoraler Grenzen durch intelligente IT

Die Überwindung der sektoralen Trennung in der medizinischen Versorgung ist seit langem eine zentrale Herausforderung in der deutschen Gesundheitspolitik. Durch mehrere Reformen wurden in den vergangenen Jahren immer neue, autonome Versorgungsformen geschaffen – insbesondere auch bei der ambulanten Behandlung in Krankenhäusern. Während zu Beginn der letzten Dekade im Wesentlichen die Integration von Versorgung durch selektivvertraglich organisierte Modelle auf der politischen Agenda stand, werden mittlerweile immer mehr Einzellösungen für bestimmte Patienten- und Indikationsgruppen in der Sozialgesetzgebung verankert. Beispiele dafür sind z. B. die Ambulante Spezialfachärztliche Versorgung, eine Reihe von Institutsambulanzen oder auch die Erweiterung des Leistungsspektrums von Hochschulambulanzen.

Die heterogenen Regelungen zu Versorgungsangeboten haben die Komplexität von Organisation und Abrechnung – und damit auch im Hinblick auch den Austausch medizinischer und administrativer Daten – weiter stark erhöht. Zur Begleitung der Versorgung werden im Wesentlichen jedoch nach wie vor klassische, an den herkömmlichen „Sektoren“ orientierte Krankenhausinformationssysteme (KIS) und Praxisverwaltungssysteme (PVS) eingesetzt.

Welche Lösungen bietet der IT-Markt, um die vielfältigen Versorgungsangebote abzubilden und zu unterstützen? Ist es sinnvoll, KIS und PVS zu vernetzen oder sollten Softwaresysteme entwickelt werden, die völlig losgelöst von den Sektoren arbeiten? Mit welchen Angeboten unterstützt IT die einzelnen Akteurinnen und Akteure in komplex organisierten Versorgungsteams über mehrere Träger und Standorte hinweg? Wie wird Patientinnen und Patienten ermöglicht, einen Überblick zu den über sie vorgehaltenen Informationen zu erhalten?

Telematikinfrastruktur

Nach dem Abschluss der Erprobung des Versicherten Stammdatenmanagement (VSDM) ist der Roll-Out der Telematikinfrastruktur (TI) freigegeben worden, für den Anschluss der Leistungserbringer werden die zugelassenen Komponenten für das Jahr 2018 erwartet.

Ziel dieser Session ist eine Bestandsaufnahme zur Umsetzung des Roll-Outs, der zugehörigen Voraussetzungen und zur Öffnung der TI. Grundlage bilden die Ergebnisse der Erprobungen und die Planung für eine Skalierung von 500 auf mehr als 200.000 Einrichtungen. Aus Sicht der IT Verantwortlichen soll das Vorgehen zur Anbindung von ambulanten und stationären Einrichtungen auf technischer, einrichtungsinterner und organisatorischer Ebene betrachtet werden. Auf Seiten der Leistungserbringer stellt sich die Frage, inwieweit Prozesse für die Nutzung von Diensten der TI überarbeitet oder neu gestaltet werden müssen. Im Zeitalter der Digitalisierung und einer geänderten Rolle des Patienten, spielt der mobile Zugang zur TI auch ohne ein Zweikartenprinzip (eGK und HBA) eine wichtige Rolle. Für Anbieter von eHealth Diensten steht die Öffnung der TI im Vordergrund, d.h. unter welchen Voraussetzungen können Verzeichnisdienste, Authentifizierung sowie sicherer Transport und Datenhaltung genutzt werden.

Die Session wird diese Aspekte in praxisbezogenen Vorträgen behandeln und in einer Podiumsdiskussion den Stand zum Zeitpunkt der conhIT kritisch hinterfragen.

Erwartet werden Beiträge u. a. zu den folgenden Themenbereichen:

  • Erfahrungsberichte, Ergebnisse und Evaluierungen zu den durchgeführten Erprobungen
  • Berichte zur Entwicklung oder Nutzung von Konnektoren zur Anbindung von Praxen und Krankenhäusern
  • Erfahrungen aus der Konfiguration, benötigten Prozessen und dem Betrieb der Komponenten der TI in einer Einrichtung (vom Kartenlesegerät, über interne Dienste bis zum Konnektor)
  • Mobiler Zugang zur TI und ihren Diensten für Patienten und Leistungserbringer
  • Öffnung der TI für weitere Anwendungen: Nutzungsberechtigte, Anforderungen, Zulassung, Leistungen (SLA), Kosten und Zeitrahmen

Das Abstrakt muss in seinem Umfang und Struktur den Vorgaben entsprechen.