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AKADEMIE

Das Programm der conhIT-Akademie umfasst vier interaktive Workshops, in denen Anwender, Entwickler und Wissenschaftler einen halben Tag lang Inhalte zu bestimmten Themen ausführlich bearbeiten.

Der Akademie-Beirat konzentriert sich bei der Themenwahl bewusst auf Inhalte, die im praktischen Alltag eine hohe Relevanz haben und sich mit rechtlichen Aspekten ebenso beschäftigen wie mit konkreten Programmier- und Softwareentwicklungsfragen. Zu den Dozenten der Akademie-Seminare zählen Wissenschaftler und Experten aus der Praxis.

Im Mittelpunkt der Seminare stehen die Vermittlung von praxisnahem Know-how, das teilweise in einem praktischen Teil direkt angewendet werden kann.

In den vier Seminaren der Akademie erarbeiteten Anwender und Anbieter gemeinsam mit Experten konkrete Lösungswege und innovative Strategieansätze rund um die Gesundheits-IT.

Die Akademie-Tickets berechtigen auch zum Besuch des Kongresses und der Messe.

Akademieseminare 2018

IT-Systeme für die Pflegeplanung und -dokumentation

Zeit: 09:00 – 13:00 Uhr

Moderation: Cornelia Vosseler, Vosseler Consulting

Dozenten:

  • Markus Großmann, Hessing Stiftung
  • Heiko Mania, NursIT Institute GmbH
  • Hans-Werner Rübel, Rübel Beratung & Projektmanagement

Die Digitalisierung der Pflegedokumentation in deutschen Krankenhäusern ist für viele Betroffene ein wichtiges Ziel für die nächsten Jahre, die Umsetzung allerdings erfolgt eher schleppend und der Durchdringungsgrad ist noch gering. Die Planung, Auswahl und Einführung eines IT-Systems für die Pflegeplanung und -dokumentation in einer Klinik bedarf umfangreicher Vorarbeiten vor allem auf der Prozessebene und betrifft nicht nur die Berufsgruppe Pflege.

Im Seminar wird zu Anfang eine Marktübersicht der IT-Systeme für die Pflegeplanung und -dokumentation vorgestellt und aus neutraler Sicht beschrieben, worauf im Einführungsprozess grundsätzlich geachtet werden sollte, um eine erfolgreiche Umsetzung zu ermöglichen (Hans-Werner Rübel).

Danach folgen Erfahrungsberichte aus der technischen IT-Sicht und aus pflegerischer Sicht.

Markus Großmann hat vor zwei Jahren die Softwarelösung apenio der atacama Software AG eingeführt. Er berichtet aus der Sicht der IT und des Projektmanagements über Herausforderungen, Chancen und Risiken im Rahmen der Einführung und des Echtbetriebs.

Heiko Mania ist Krankenpfleger, Pflegeinformatiker und geschäftsführender Gesellschafter der NursIT Institute GmbH. Seit über 20 Jahren beschäftigt er sich mit den Aspekten eines nutzbringenden Technologie-Einsatzes in der Pflege. Sein Ziel ist es, die Pflege durch Digitalisierung zu entlasten und die Dokumentation weitgehend zu automatisieren. Dafür setzt er nicht nur auf strukturierte Pflegeprozesse und innovative Pflegesoftware, sondern auch auf die Einbindung moderner Sensoren und smarter Pflegehilfsmittel. Welche Nutzen- und Entlastungpotentiale diese Technologien für die Pflegefachkräfte generieren können, zeigt Heiko Mania in seinem Erfahrungsbericht auf.

Die EU-Datenschutzgrundverordnung kennen und umsetzen

Zeit: 9:00 - 13:00 Uhr

Moderation: Prof. Dr. Martin Staemmler, Hochschule Stralsund

Dozenten:

  • Dr. Bernd Schütze, Telekom Healthcare Solutions
  • Manfred Schneider, pro DS Datenschutz- und Datensicherheitsberatung
  • David Koeppe, Vivantes – Netzwerk für Gesundheit GmbH


Ziel des Seminars ist es, den Teilnehmern kurz vor dem Inkrafttreten der EU-Datenschutzgrundverordnung (DS-GVO) zum 25. Mai 2018 eine Reflexion zu ihren Vorbereitungen und Maßnahmen in Bezug auf die Anforderungen der DS-GVO zu ermöglichen. Dazu werden einführend die Konzepte, Inhalte und Vorgaben der DS-GVO vorgestellt und konkrete Maßnahmen zur Umsetzung unter Bezugnahme auf Aspekte wie z.B. Einwilligung, Auftragsdatenverarbeitung, Verfahrensverzeichnis, Vorabkontrolle abgeleitet. Die Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung geeigneter Maßnahmen werden mit dem Vorgehen zur Etablierung eines DS-GVO konformen Datenschutz-Managementsystems adressiert.

Im Ergebnis sollen die Teilnehmer in die Lage versetzt werden, ihr Vorgehen gegenüber den Vorgaben der DS-GVO zu bewerten, ggf. notwendige Maßnahmen zu identifizieren und ihr Datenschutz-Managementsystem DS-GVO konform zu gestalten und umzusetzen.

MDR – Die vielfältigen Anforderungen in den Griff bekommen

Was die MDR von Ihnen als Hersteller und Betreiber verlangt und wie Sie diese Anforderungen erfüllen können, ohne Ihr Unternehmen stillzulegen.

Zeit: 09:00 - 13:00 Uhr

Moderation: Prof. Dr. Christian Johner, Johner Institut

Dozenten:

  • Armin Gärtner, ö. b. u. v. Sachverständiger
  • Luca Salvatore, Johner Institut
  • Beatus Hofrichter, ConCeplus GmbH

Die MDR, die Medical Device Regulation, wurde im Mai 2017 veröffentlicht. Der Umfang dieses Regelwerkes hat sich im Vergleich zur noch geltenden MDD, der Medical Device Directive, von 23 auf 123 Artikel vervielfacht. Der Bundesverband Medizintechnologie, BVMed sieht die MDR bereits als größte Herausforderung, die Medizinproduktehersteller zu bewältigen haben.

Dieser Workshop verschafft den Teilnehmenden einen Überblick über die Anforderungen. Er zeigt zuerst für die Hersteller die Änderungen im Vergleich zur MDD auf, die diese beachten müssen. Das betrifft die „allgemeinen Sicherheits- und Leistungsanforderungen“ ebenso wie die Qualitätsmanagementsysteme und Klassifizierung der Produkte, setzt sich fort mit den klinischen Bewertungen und der „Post-Market-Surveillance“ und endet nicht mit den Themen UDI und der „für die Einhaltung der Regulierungsvorschriften verantwortliche Person“. Ein zweiter Teil beschäftigt sich mit der bisher absehbaren Bedeutung und Konsequenzen der MDR für Gesundheitseinrichtungen und Betreiber. Diese betreffen z. B. die Wiederaufbereitung von chirurgischen Instrumenten, die Verpflichtung der Hersteller zu technischer IT-Sicherheit vernetzbarer Medizinprodukte und andere Aspekte.

Der Workshop beleuchtet zum Schluss auch die ökonomischen Auswirkungen dieser neuen EU-Verordnung auf die Hersteller und Betreiber.

Ihr Nutzen:

Nach diesem Workshop...

  • kennen Sie die wesentlichen Anforderungen der MDR, die Sie als Hersteller und Betreiber erfüllen müssen,
  • können Sie die Unterschiede zur MDD benennen,
  • kennen Sie die typischen Aktivitäten, die notwendig sind, um Ihre Produkte, Dokumente und Ihr QM-System MDR-konform zu gestalten,
  • haben Sie Informationen, um die Aufwände zur Umsetzung der MDR in Ihrem Unternehmen abschätzen zu können.

FHIR und CDA mit dem Tool ART-DECOR®

Zeit: 09:00 – 13:00 Uhr

Moderation: Prof. Dr. Oliver Bott, Hochschule Hannover

Dozenten:

  • Prof. Dr. med. SylviaThun, Hochschule Niederrhein/Berlin Institute of Health
  • Dr. med. Kai U. Heitmann, HeitmannConsultingand Services/Gefyra GmbH


Der „neue“ HL7-STandard „Fast Healthcare Interoperable Resources (FHIR) unterstützt den Datenaustausch zwischen Softwaresystemen im Gesundheitswesen. Er baut auf den etablierten Standards HL7 Version 2 sowie der Clincial Document Architecture (CDA) auf und verbindet diese mit aktuellen Web-Standards.

Im Workshop erfolgt eine Einführung in die Konzepte von FHIR und in ART-DECOR®, einer Kollaborationsplattform zur Erstellung von CDA-Templates, Value Sets, Scenarios und Data Sets und die Verbindung der funktionellen, medizinisch-inhaltlichen Komponenten mit den technischen Repräsentationen in CDA und FHIR. Die Übersichten werden ergänzt um Beschreibungen und Einsichten in praktische Arbeitsweisen mit konkreten Projekten und Anwendungsfällen.

ZIELGRUPPE

Der Workshop richtet sich an Software-Ingenieure und alle die an Interoperabilität, Standards und Kollaborationsplattformen interessiert sind.

IHR NUTZEN

Sie lernen den neuen Interoperabilitätsstandard FHIR in seinen essentiellen Eigenschaften und die zugrundeliegenden Prinzipien kennen. Die Kollaborationsplattform ART-DECOR wird mit den Kernmöglichkeiten vorgestellt und das Zusammenspiel anhand von praktischen Anwendungsfällen und Projekten erläutert.