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EVENTSUCHE

Gesamtprogramm conhIT 2017

Hier finden Sie eine Übersicht sämtlicher Veranstaltungen aus den verschiedenen Themenbereichen der conhIT, von der Eröffnungsveranstaltung über Kongress, Akademie, Networking und Exkursionen bis hin zur conhIT-Party.

Tipp: Stellen Sie sich Ihr individuelles conhIT-Programm zusammen und lade n Sie es sich einfach mit unserer praktischen Terminmerkliste als PDF herunter!

Suchergebnis (178 Treffer)

25. April 2017

Akademie

Risikomanagement regelkonform umsetzen

25. April 2017
09:00 - 13:00 Uhr

Akademieraum, Halle 2.2

Pressetermine

Eröffnungspressekonferenz der conhIT 2017

25. April 2017
09:15 - 10:15 Uhr

PR-Raum, Halle 1.2

Veranstalter:

conhIT - Connecting Healthcare IT

Kongress

Digitalisierung der Gesundheitswirtschaft als Chance für Bayern

25. April 2017
09:30 - 09:45 Uhr

Kongresssaal A

Der Freistaat Bayern sieht in der Digitalisierung der Gesundheitsversorgung große Potenziale für den einzelnen Bürger und große Chancen für die Wirtschaft. Die Bayerische Staatsregierung unterstützt diese Entwicklung aktuell mit verschiedenen Maßnahmen, vom Ausbau der Forschungsinfrastruktur über die Stärkung der Vernetzung und der Unterstützung von Start-ups bis hin zur Projektförderung.

Die Digitalisierung im Bereich der Gesundheitswirtschaft  und das damit verbundenen Innovationspotenzial kann wesentliche Beiträge leisten, die Qualität der Versorgung zu verbessern und die Aufwendungen für  die Gesundheitsversorgung zu senken. Es müssen angemessene rechtliche Voraussetzungen geschaffen werden, damit neue digitale Lösungen in Deutschland eingesetzt werden können.

Kongress

Enhanced Recovery after Intensive Care

25. April 2017
09:30 - 09:45 Uhr

Kongresssaal C

In Deutschland werden jährlich mehr als zwei Millionen Patienten auf einer Intensivstation behandelt und etwa 400.000 davon künstlich beatmet. [1] Auf diese Behandlung entfallen etwa 20% der gesundheitlichen Gesamtausgaben des stationären Versorgungssektors. Allein in der Region Berlin-Brandenburg sind nach aktuellen Schätzungen ca. 2000 Patienten außerklinisch beatmet. [2]

Wissenschaftliche Arbeiten konnten nachweisen, dass es neben der Langzeitabhängigkeit vom Respirator zu verschiedenen anderen Langzeitfolgen einer intensivmedizinischen Behandlung kommen kann, die die Lebensqualität der Patienten einschränken und das Behandlungsergebnis verschlechtern.

So haben 40% der ehemaligen beatmeten Patienten signifikante kognitive Schäden nach 3 Monaten. Über die Hälfte der Schäden ist von der Ausprägung mit einer Alzheimer Demenz vergleichbar. Beim überwiegenden Teil der Patienten sind diese Schäden auch nach einem Jahr nicht reversibel. [3]

Angststörungen treten bei etwa der Hälfte der Patienten auf und ca. 25% erleidet eine posttraumatische Belastungsstörung. [4] Bei Entlassung von der Intensivstation sind zwischen 48% und 96% der Patienten von einer schweren Muskelschwäche betroffen, die auch nach Jahren persistiert und die Gehstrecke der Patienten einschränkt. [5] Es gibt evidenzbasierte Qualitätsindikatoren (QIs) der Intensivmedizin, deren Einhaltung sich positiv auf Langzeitfolgen auswirkt. [6]

Primäres Ziel von ERIC ist die Vermeidung von Langzeitfolgen einer intensivmedizinischen Behandlung durch die verbesserte Implementierung von QIs (innersektorale Modifikation) mittels eHealth Intervention, sowie ein Case-Care Management, das den Patienten in der nachgeschalteten Behandlung nachverfolgt und eine Rückführung in die optimale Versorgungsstruktur ermöglicht, bevor es zu Langzeitschäden (v.a. zu Langzeitbeatmung) kommt (intersektorale Modifikation).

Fördernummer: 01_NVF_16011

Die Intervention erfolgt Cluster-randomisiert in 10 Zentren, um die kalkulierte Fallzahl von 2044 Patienten innerhalb eines Jahres zu erreichen und eine äquivalente Verteilung in Kontroll- und Interventionsgruppe zu gewährleisten. Die Intervention besteht aus einer täglichen telemedizinischen QI-Visite der in die Versorgungsform eingeschlossenen Patienten, um die QI-Adhärenz der Zentren zu verbessern. Vorgeschaltet wird ein Personalqualifizierungs- und Entwicklungskonzept, welches die Nutzung der eHealth-Plattform ermöglicht sowie Multiplikatorenteams ausbildet, die innerhalb der teilnehmenden Einrichtungen die unterschiedlichen Qualitätsdomänen bedienen können. Abrechnung und Einwilligung in die Versorgungsform erfolgt mit Hilfe von Selektivverträgen.

ERIC ist eines der ersten Projekte der Förderwelle “Neue Versorgungsformen” des Innovationsausschusses. Das Projekt wurde als evidenzbasiert und regional umsetzbar bewertet. Das Evaluationskonzept ist robust und mit Klinikern, Biometrikern und Gesundheitsökonomen entwickelt worden. Es erlaubt eine umfassende Bewertung aus Patientensicht, klinischer Sicht und ökonomischer Sicht nach drei Jahren, so dass ERIC anschließend in die globale Versorgung übergehen kann.

Kongress

Chancen durch Wearables und ihrer kognitiven Anbindung für die Zukunft des Gesundheitswesens

25. April 2017
09:30 - 09:50 Uhr

Kongresssaal B

Als Assistenzsysteme für Ärzte hat die kognitive Einbindung leistungsfähiger, tragbarer Sensoren das Potenzial aus kontinuierlich ermittelten, medizinisch relevanten Messwerten individuelle Therapieanpassungen abzuleiten und die Qualität der medizinischen Versorgung für individuelle Patienten zu verbessern. Gleichzeitig trägt ein solches System dem demografischen Wandel Rechnung, da es, angebunden an neueste IT Technologien und ohne die Anwesenheit von medizinischem Personal, medizinische Daten erfasst und analysiert. Solche Systeme könnten den behandelnden Arzt unterstützen, so dass er auf Grundlage dieser Daten die für die Diagnose und Behandlung relevanten Erkenntnisse zielgerichteter extrahieren kann und somit schneller einen Gesamtüberblick erhält.

Kongress

Session 1 | Digitale Agenda – Wo bleibt die Gesundheitswirtschaft?

25. April 2017
09:30 - 11:00 Uhr

Kongresssaal A

Kongress

Session 3 | Die Rolle der IT im Innovationsfonds – Projekte stellen sich vor

25. April 2017
09:30 - 11:00 Uhr

Kongresssaal C

Partnerveranstaltung

Sitzung der GMDS-Arbeitsgruppe Datenschutz und IT-Sicherheit im Gesundheitswesen (DIG)

25. April 2017
09:30 - 13:30 Uhr

Raum Passau 7

Veranstalter: 

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e. V. (GMDS)

Kongress

Von dem Produkt zur Prozessinnovation – was kann Pharma leisten?

25. April 2017
09:45 - 10:00 Uhr

Kongresssaal A

Für die Pharmaindustrie ist die Entwicklung innovativer Produkte nicht mehr ausreichend. Es bedarf ganzheitlicher Lösungskonzepte, die Prävention, Diagnostik und Therapie beinhalten.  Dazu benötigen wir digitale Unterstützung, auch in der Forschung und Entwicklung. Nur durch eine daraus generierte Effizienzsteigerung unseres Systems wird Innovation weiterhin finanzierbar bleiben.

Kongress

Allgemein-, Fach- und Notfallmedizin im ländlichen Raum am Beispiel Dermatologie

25. April 2017
09:50 - 10:05 Uhr

Kongresssaal C

Das Ziel des Projektes ist es, die Möglichkeiten von telemedizinischen Anwendungen für die Versorgung von Hauterkrankten im ländlichen Raum zu erproben. Hauterkrankungen eignen sich hier besonders, da sich Hautveränderungen leicht über Bilder vermitteln lassen. So können Hausärzte,  Fachärzte sowie Notfallambulanzen an Krankenhäusern mit Hilfe einer App die Symptome gemeinsam ansehen, beraten und entscheiden, wie weiter behandelt werden kann. Nach 2,5 Jahren wird untersucht, inwiefern sich die persönliche Versorgung durch den Facharzt vor allem bei schwerwiegenden Fälle verändert und gleichzeitig unnötige Behandlungen und lange Wartezeiten der Patienten vermieden werden können.

Kongress

Medical Device Security Bridges based Virtual Private Network Architecture versus Medical Device Isolation Architecture

25. April 2017
09:55 - 10:15 Uhr

Kongresssaal B

Medizinprodukte im Behandlungskontext sind zunehmend netzgebunden und werden als komplexe Medizinproduktesysteme betrieben. Der Vortrag gibt einen Überblick über die aktuelle Situation aus der Perspektive eines Universitätsklinikums und vergleicht alternative Ansätze zur IT-technischen Absicherung verteilter Medizinproduktesysteme.

Medizinprodukte werden zunehmend als komplexe, netzgebundene Medizinproduktesysteme betrieben. Wegen des komplexen Zulassungsverfahrens können medizinische Systeme jedoch oft den Security-Update-Zyklen nicht folgen. Demzufolge ist diese für den medizinischen Kontext wichtigste, netzgebundene Geräteklasse aus Sicht der IT-Sicherheit am gefährdetsten. Konzepte, wie die „Medical Device Isolation Architecture“, adressieren diese Problemstellung, erscheinen aber vor dem Hintergrund der aktuellen technischen Entwicklungen nicht mehr zeitgemäß. Betrachtet man z.B. die in der  „VA Information Protection – Medical Device Isolation Architecture Guide 2009, Version 2.0 – Augst 2009“ des US Departments of Veterans Affairs geforderten Spezifikationen, ergibt sich für ein Großkrankenhaus ein fast exponentieller Anstieg von dediziert zu managenden, geschützten Subnetzen. Es gilt daher, den Status Quo im Netzwerkmanagement von Medizingeräten zu analysieren, den Stand der Technik zu beschreiben und hieraus alternative Prozesse für das IT-Managements im Krankenhaus abzuleiten.

In einer Fallstudie am Universitätsklinikum Erlangen werden die Situation und die Konsequenzen der Anwendung einer „Medical Device Isolation Architecture“-Strategie aufgezeigt. Im Rahmen einer Literaturstudie wird ein Überblick über die derzeit diskutierten, technischen Absicherungsstrategien für netzgebundene Systeme gegeben.

Die Ergebnisse zeigen, dass sich IT-Sicherheitsschutzmaßnahmen verstärkt auf die Endgeräte fokussieren müssen (Endpoint Security). Hohe Zulassungshürden stellen jedoch bei Medizingeräten ein Problem dar. Zur Lösung bietet es sich an, Netzwerk-Absicherung und eigentliches Medizingerät als technisch getrennte Module zu betrachten. Das Medizingerät wird hierbei durch eine intelligente „Medical Device Security Bridge“ (MDSB) logisch vom Produktionsnetzwerk des Klinikums getrennt. Konzeptionell wird ein „Medical Device Virtual Privat Network“ (MDVPN) aufgebaut, sodass ein getrenntes, herstellerübergreifendes Medizinproduktenetzwerke entstehen. Die Komplexität im Betrieb sicherer Subnetze wird hierdurch vermieden. „Medical Device Security Bridges“ können zudem Modular an entsprechende Absicherungsanforderungen angepasst werden. Durch Gateway-Systeme kann das MDVPN kontrolliert, z.B. in das Produktionsnetzwerk, geöffnet werden.

Die „Medical Device Isolation Architecture“ ist als Konzept zur Netzwerkabsicherung von Medizinprodukten im praktischen Betrieb eines Großkrankenhauses zu komplex. Die Sichtung alternativer IT-Absicherungskonzepte zeigt, dass das adressierte Thema im Kontext verteilter Medizinproduktenetzwerke bisher unbefriedigend gelöst ist und dringend aufgegriffen werden muss.

IT-Sicherheit im Kontext vernetzter Medizinprodukteinfrastrukturen stellt sich als ein äußerst anspruchsvolles Thema dar. Mögliche Lösungsalternativen müssen dringend in praxistaugliche technisch-organisatorische Konzepte überführt werden. Ein Weg kann hierbei der Aufbau von MDVPNs auf Basis von MDSBs sein. Diese erlauben es, ein geschütztes, vom Produktionsnetzwerk des Klinikums weitgehend entkoppeltes IT-Ökosystem für netzgebundene Medizingeräte aufzubauen. Im Lichte von aktuellen Entwicklungen im Bereich IoT und Cloud-Computing und vor dem Hintergrund der hohen Sicherheitsanforderungen im Medizinproduktekontext müssen mögliche Absicherungskonzepte dringend auf praktische Anwendbarkeit getestet werden.

Kongress

Digitalisierung – Innovationspotenziale für Gesundheit

25. April 2017
10:00 - 10:15 Uhr

Kongresssaal A

Die Digitalisierung wird im Sektor Gesundheit zu neuen Strukturen führen, Abläufe verändern, innovative Geschäftsmodelle fördern und Innovationen stimulieren, die helfen  die Qualität in allen Segmenten der Gesundheitsversorgung zu verbessern.

Die rasante Fortentwicklung und Verbreitung sogenannter mobiler „Quantified Self“-Geräte oder „Wearables“ führt dazu, dass Bürger über entsprechende mHealth-Anwendungen kontinuierlich Daten in ihre „elektronischen Gesundheitsakten“ einspeisen. Das ermöglicht online Coaching, das auf aktuelle und individuelle Daten zurückgreift, sowie den Wettbewerb mit sich selbst und gegen andere stimuliert. Die Vernetzung über die „social Media“ kann wesentliche Anreize zu einem gesünderen Verhalten geben.

Weltweit entstehen zunehmend Datenbanken, die in empirischer Form viel Wissen über Gesundheit und zeitliche Verläufe von Erkrankungen enthalten. Die Verknüpfung und Auswertung dieser Datenbanken generiert Wissen, das für die Früherkennung wie auch für die Behandlung von Erkrankungen entscheidend sein kann. Ansätze wie „Data Mining/Artificial Intelligence“ müssen zielstrebig weiterentwickelt werden.

In der Bevölkerung steigt das Interesse nach Lösungen, die den älteren Menschen zu Hause unterstützen. Beispielhaft können genannt werden: mentale Fitnessapplikationen, Erfassung des Sturzrisikos einschließlich geeigneter Gegenmaßnahmen oder unterschiedliche Assistenzsysteme für die Betreuung dementer Menschen. Großes Interesse haben Angehörige mehr oder weniger online über die Fitness ihrer Eltern informiert zu werden.

Grundsätzlich ergeben sich viele Möglichkeiten innovative Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, die nicht nur von regionalem Interesse sind, sondern weltweit nachgefragt werden. Daraus resultieren beachtliche Wachstumsmöglichkeiten für Medtech Unternehmen aber auch für Unternehmungsgründungen. Um diese positiven Wirkungen erreichen zu können, muss das Gesundheitssystem digitalisiert werden. Der Datenschutz muss  so gestaltet sein, dass auf alle Fälle, die positiven Wirkungen entstehen können und die Datensicherheit gewährt bleibt. Der Markt für Digital Health wird 2022 auf ca. 230 Mrd. USD. geschätzt.

Kongress

Die Digitale Transformation im Gesundheitswesen – Eine Branche zwischen tradiertem Stillstand und disruptiven Sprüngen

25. April 2017
10:15 - 10:30 Uhr

Kongresssaal A

Der Ruf nach Digitalisierung im Gesundheitswesen wird immer lauter, doch noch immer halten sich in Deutschland die beteiligten Interessengruppen gegenseitig im Schwitzkasten. Die Ursachen für die schleppenden Fortschritte in der Digitalisierung des deutschen Gesundheitsmarktes sind vielschichtig. Ein Wandel ist nur möglich, wenn ein gemeinsames Umdenken erfolgt.

Kongress

Intrinsische neuromuskuläre Feedbacktherapie mit einem neuronal gesteuerten Roboter/Exoskelett (HAL Robot Suit) mit anschließender Live-Vorführung

25. April 2017
10:20 - 10:40 Uhr

Kongresssaal B

Die intrinsische neuromuskuläre Feedbacktherapie mit willensgesteuerter bioelektronischer und Roboter-Kontrolle ist eine neuartige Therapiemethode zur Behandlung von querschnittgelähmten Patienten, zunehmend auch von Muskelerkrankungen und Schlaganfällen.

Querschnittgelähmte Patienten, die zurzeit im Fokus der Therapie stehen, müssen über mindestens schwache, willkürlich generierte Restimpulse in der Muskulatur der unteren Extremitäten verfügen. Bei der neuromuskulären Feedbacktherapie wird der neuronale Bewegungsbefehl über die Muskelreaktion abgeleitet. Es erfolgt die individuelle Bewegungsunterstützung durch das Exoskelett. Dadurch wird eine Verbesserung des Ansprechens der Skelettmuskulatur auf die Steuerungsbefehle des Gehirns ermöglicht.

Die Patienten zeigen im Heilungsverlauf eine deutlich progressive Verbesserung ihrer Mobilität aus eigener Kraft (Fortbewegungsfähigkeit, Balance, Stehvermögen, räumliche Schrittwahrnehmung).

Die Therapie erfolgt durch die Verwendung des Hybrid Assistive Limb (HAL). Das HAL-System ist eine Entwicklung des japanischen Unternehmens Cyberdyne, Inc. Es handelt sich bei dem HAL-System um ein neuronal gesteuertes Robotersystem. Es verfügt über zwei bewegliche Beine, die physiologische menschliche Bewegungen imitieren können, einen Beckenring zur Fixierung des Systems am Patienten sowie Hautelektroden. Die neuronalen

Bewegungsimpulse an die Beinmuskulatur werden von den Hautelektroden aufgenommen

und im HAL-System verarbeitet. Das Exoskelett unterstützt die Bewegungsidee des Trägers und setzt diese in vollständige Bewegungen um. Dies führt zu einem verbesserten Ansprechen der teilgelähmten Muskulatur auf den neuronalen  Stimulus.

Hierdurch kommt es zu einem Wiederaufbau der noch ansprechbaren Muskeln, wodurch der Patient eine deutliche Verbesserung seines eigenen Regenrationspotenzials erreicht. Die neuromuskuläre Feedbacktherapie ist angezeigt Querschnittgelähmten mit willkürlicher EMG-Aktivität an den unteren Extremitäten. Mittels der eigenen Nervenimpulse, die in die Beine hinein gehen und die gleichzeitig über ein EMG-Signal die Bewegungsintention in das mit dem Körper verbundene Robotersystem übertragen, kommt es zu einer Gleichzeitigkeit der intern gewollten und dann mit externer Unterstützung realisierten Gangbewegung.

Durchgeführte eigene Beinbewegungen und der vom Roboter unterstützte Kraftanteil in der Bewegung werden als Einheit wahrgenommen. Die Erschöpfungsgrenze der Patienten bei der Therapie geht wegen der zugeführten Kraftunterstützung deutlich zurück - ein intensives Training wird ermöglicht.

Es wurden bereits eine Vielzahl von Forschungsstudien durchgeführt, die teilweise aus den nachfolgend aufgeführten größeren Projekten separiert worden sind. Pilotstudie: Acht chronische Querschnitt-Patienten, der Unfall lag ein bis etwa 20 Jahre zurück. Alle Patienten waren berufsgenossenschaftlich versichert, um ein qualitativ gutes Therapieangebot – einen einheitlichen Therapiestandard – für die Vergangenheit annehmen zu können.

 Mensch-Maschine-Interface-Robot-Suit-Projekt (MMIRS, EU-geförderte sozioökonomische Studie): Beginn Frühjahr 2013, Ende 30.06.2015 mit 26 querschnittgelähmten Patienten (traumatisch und nicht-traumatisch)

NEDO-Projekt: Beginn Herbst 2013, Ende März 2016 umfasste 52 querschnittgelähmte Patienten nach Trauma – sowie eine Cross-Over-Studie zu Schlaganfällen

Einzelfallstudie zu Muskelerkrankungen: Beginn 2015, 10 Patienten 

Die Ergebnisse sollen vorgestellt werden. Im Anschluss werden die Teilnehmer die Möglichkeit haben, die Funktionsweise des neuronal gesteuerten Roboters/Exoskelett im „Selbstversuch zu testen“.

Kongress

AdAM – Anwendung für digital unterstütztes Arzneimitteltherapie-Management

25. April 2017
10:30 - 10:45 Uhr

Kongresssaal C

Die Arzneimitteltherapie birgt viele potenzielle Fehlerquellen. Dazu gehören fehlende Informationen, Sprachbarrieren, unvollständige Medikationspläne, Wechselwirkungen zwischen ärztlich verordneten Medikamenten und Selbstmedikation, mangelnder Informationsaustausch zwischen Hausarzt und Krankenhausärzten, fehlende Instrumente für eine systematische Optimierung von Medikationen und vieles mehr. All diese Risiken können mit Hilfe von AdAM reduziert werden.
Erster Schritt ist immer die Einwilligung des Patienten. Mit seiner Erlaubnis fordert der Arzt bei der BARMER die behandlungsrelevanten Daten über Arzneimittel und die medizinische Vorgeschichte an. Auf dieser Basis kann der Arzt zum Beispiel einen bundeseinheitlichen Medikationsplan für den Patienten erstellen und die Arzneimitteltherapie elektronisch unterstützt für einzelne Patienten prüfen. Außerdem erhält der Arzt konkrete patientenbezogene Hinweise, sobald neue Arzneimittel oder neue Risiken bekannt werden und der Gemeinsame Bundesausschuss Beschlüsse zu Arzneimitteln gefasst hat. Auf diese Weise können zum Beispiel wichtige Informationen zu Arzneimittelinnovationen und der Nutzenbewertung schnell im Versorgungsalltag berücksichtigt werden. Für besonders risikogefährdete Patienten kann der Arzt zudem einen pharmakotherapeutischen Expertenrat einholen. Wird ein Patient im Krankenhaus aufgenommen, erhält der Hausarzt automatisch eine Information und kann so relevante Informationen an das Krankenhaus weitergeben.
Umgesetzt wird AdAM in Westfalen-Lippe. Ziel ist es, dass sich 85 Prozent der 440.000 von Polypharmazie betroffenen BARMER Versicherten in das Projekt einschreiben. 1.000 Ärzte haben bereits ihr Interesse bekundet. Das Projekt ist auf 36 Monate angelegt und soll bis Ende September 2019 Ergebnisse liefern. Angestrebt wird eine Überführung in die Regelversorgung, wo das Projekt bis zu 18,6 Millionen Patienten helfen könnte.

Kongress

Abschlussdiskussion mit allen Referenten

25. April 2017
10:30 - 11:00 Uhr

Kongresssaal A

Kongress

Abschlussdiskussion mit allen Referenten

25. April 2017
10:45 - 11:00 Uhr

Kongresssaal B

Kongress

Abschlussdiskussion mit allen Referenten

25. April 2017
10:50 - 11:00 Uhr

Kongresssaal C

Kongress

AOK Nordost – Innovativer Wegbereiter beim Einsatz digitaler Versorgungsformen zur Verbesserung der Patientenversorgung

25. April 2017
11:30 - 11:45 Uhr

Kongresssaal A

Digitale Ansätze spielen bei der Versorgung von Patienten zunehmend eine wichtige Rolle. Als Versicherer, der selbst in strukturschwachen Regionen eine gute Versorgung für die Versicherten  garantieren möchte,  setzt die AOK Nordost ganz gezielt auf sinnvolle digitale Ansätze. Zwei Beispiele hierfür werden im Vortrag vorgestellt.

Demographischer Wandel, veränderte Ansprüche der Versicherten sowie der z.T. regional immanente Mangel von Fachärzten hat die AOK Nordost veranlasst, auch moderne digitale Lösungen für ihre Versicherten einzusetzen. Wesentliche Motivation ist dabei der Nutzen für den Patienten.

Material , Methoden und Werkzeuge

MoodGYM: Ein in Australien entwickeltes  Online-Selbsthilfeprogramm „MoodGYM“ wurde von einem Expertenteam der Universität Leipzig ins Deutsche übersetzt. Mit Unterstützung der AOK wurde das Programm in einer randomisierten kontrollierten Studie im hausärztlichen Setting evaluiert. Die AOK Nordost setzt dieses Programm zur Therapieunterstützung von Menschen mit Depression erfolgreich ein.

Jourvie: Über eine Kooperation mit „Jourvie“, setzt die AOK Nordost eine preisgekrönte App für junge Menschen mit Essstörungen ein.

Beschreibung der Lösung (Anwendungssoftware / Applikation oder Umsetzungskonzept)

MoodGym: Animierte Charaktere führen den Patienten durch das Programm. Die Nutzer des Programms können erfahren, wie diese Charaktere Situationen erleben und bewerten. Es werden im Programm verschiedene Bausteine angeboten. Jeder Baustein begleitet den Nutzer auf dem Weg von alten zu neuen Denkweisen. Hierbei werden 5 Dimensionen abgebildet: Gefühle, Gedanken, Veränderung, Weg mit dem Stress und Beziehungen. Es werden Stimmungsbilder erfragt, über Abbildungen erfahren die Anwender, welche Faktoren zu depressiven Gefühlen führen und wie sie diese beeinflussen können. Schließlich wird dem Anwender gezeigt, was mit MoodGYM bereits erreicht wurde. MoodGYM wird als Bestandteil des Versorgungsprogramms „Depression in Hausarztpraxen“ eingesetzt.

Jourvie: Mit der APP wird die Unterstützung von Menschen mit Essstörungen wie Magersucht, Bulimie und Binge Eating möglich. Die App beinhaltet die Funktionen: Digitales Ess- und Stimmungsprotokoll, personalisierte Erinnerungsfunktion, Bewältigungs- und Motivationsstrategien sowie den Export und die Übermittlung archivierter Daten an den Therapeuten.

Jourvie wird als Bestandteil des Versorgungsprogramms „AOK Junior“ eingesetzt.

Neben den genannten Applikationen werden auch die jeweiligen Versorgungsprogramme Bestandteil der Präsentation sein.

Ergebnisse

MoodGYM: Nutzer des Programms lernen zunächst, wie ihre Gefühle ihr Denken beeinflussen kann. Wünsche und Hoffnungen werden transparent gemacht und Denkmuster, die nicht hilfreich sind, werden verändert. Nutzer lernen, den eigenen Umgang mit Stress zu verändern, sie lernen zu  erkennen, wo Stress entsteht und wie sie sich entspannen können.

Jourvie:  Jourvie wurde 2015 durch die Bayer Stiftung ausgezeichnet und in diesem Jahr war Jourvie als eines der 10 Leuchtturm-Projekte der Google Impact Challenge ausgewählt. Da die AOK Nordost von der App überzeugt ist, werden die Ergebnisse einer randomisierten Studie mit Spannung erwartet, welche die Effektivität der digitalen Lösung für Patientinnen mit Magersucht während der Wartezeit auf einen ambulanten Therapieplatz untersucht (SELTIAN-Studie).

Die AOK Nordost als größte Krankenkasse in ihrer Region versteht sich als Motor für digitale Projekte und Angebote zur Unterstützung und Verbesserung  der Versorgung Ihrer Versicherten. Dabei verbindet die AOK Nordost innovative digitale Ansätze mit der analogen Versorgungswelt. 

Kongress

IHE in Deutschland - Stand und Entwicklungen

25. April 2017
11:30 - 11:45 Uhr

Kongresssaal B

Die deutsche Organisation der internationalen Initiative "Integrating the Healthcare Enterprise (IHE)" hat in den vergangen Jahren erreicht, dass die technischen Profile der IHE in Deutschland mittlerweile als Handlungsempfehlung für die Umsetzung von vielen Interoperabilitätsprojekten genutzt werden.

Die Abbildung von Workflows in den Krankenhäusern, mit den dort angesiedelten Radiologien, die Kommunikation zwischen Abteilungs- und Laborsystemen, die Definition von strukturierten Inhalten medizinischer Dokumente und der Aufbau von lokalen, regionalen und bundesweiten Patientenakten basieren heute auf diesen Profilen.

Um die in diesen Profilen beschriebenen Transaktionen den deutschen Besonderheiten anzupassen und entsprechend auszuprägen, hat die IHE Deutschland einige Anstrengungen unternommen und zunächst in einem umfänglichen Cookbook viele Themen und Empfehlungen zusammengestellt, die es den Kunden und  deren Lieferanten erleichtern "IHE-Konform" zu werden.

In 2016 wurden dann in einer sehr produktiven Arbeitsgruppe die notwendigen Codetabellen (Value Sets) definiert, die insbesondere bei der Beschreibung von Dokumenten in einer Patientenakte oder beim generellen Austausch genutzt werden sollten, um eine interoperable Verarbeitung dieser Daten sicherzustellen.

Kongress

Session 4 | Mobile Health & Apps

25. April 2017
11:30 - 13:00 Uhr

Kongresssaal A

Kongress

Der neueste Standard von HL7: Zukunftssichere Integration mit FHIR

25. April 2017
11:45 - 12:00 Uhr

Kongresssaal B

FHIR ist der neueste Standard in der HL7 Produktfamilie. Basierend auf modernen aber dennoch erprobten und zuverlässigen Technologien, bildet er die Basis für eine rasche und sichere Entwicklung interoperabler Systeme - kompatibel sowohl mit etablierten Standards als auch mit Zukunftstechnologien wie Sensoren an und im Körper des Patienten.

Dieser Vortrag legt die Grundprinzipien von FHIR dar und zeigt am Beispiel der Integration von mobilen Applikationen und Decision Support Diensten in medizinische Primärsysteme die Möglichkeiten, Ärzte und Patienten, Forscher und Kliniker, stationäre und ambulante Pflege sowie Leistungserbringer und Kostenträger miteinander zu vernetzen.

Kongress

IMeRa: Integrated Mobile Health Research Platform

25. April 2017
11:45 - 12:00 Uhr

Kongresssaal A

Projektziel des vom Land Baden-Württemberg geförderten IT-Projekts IMeRa ist die Bereitstellung einer digitalen medizinischen Forschungsplattform für forschungs- und patientenbezogene Daten, die über mobile Endgeräte erhoben und genutzt werden. Die Plattform wird als Infrastrukturmaßnahme eingerichtet, um das Handling von medizinischen Forschungsdaten zu erleichtern und als Durchführungsbasis einer disziplinen- und lokationsübergreifend verfügbaren IT-Lösung für kollaborative Forschungsvorhaben (u.a. klinische Studien) zu dienen. Ziel ist weiterhin, die medizinische Forschung durch die Vernetzung von Daten, im Wesentlichen durch die Etablierung von Schnittstellen zu bestehenden Forschungsdatenbanken voranzubringen.


Forschungsmotivierte Anwendungsfelder des IMeRa sind z.B. das forschungsbezogene Patientenmonitoring (Remote-Messungen von Vitalparametern z.B. über geeignete Activity Tracker und deren Datenübertragung an das Klinikum), Studiendokumentationen, aber auch Forschungsvorhaben zur Verbesserung der Nachsorge von Patienten mit neurovaskulären, endokrinologischen und onkologischen, aber auch psychiatrischen und sonstigen Erkrankungen durch effizientere Outcome-Messungen (z.B. Patientenbefragungen über Mobile Devices, Sensordaten). Durch die Entwicklung der geplanten IT-Infrastruktur sowie damit assoziierter IT-Anwendungen wird es nicht nur Forschern, sondern z.B. auch Patienten in einer klinischen Studie möglich sein, effizienter mittels mobiler Endgeräte mit forschungsbezogenen Datenbanken zu kommunizieren. Die somit verbesserte Informationsverarbeitung unterstützt zudem durch einen höheren Datenumfang und Datendichte sowie eine verbesserte Datenqualität die Entwicklung entsprechender Studien.


In Stichworten: PCORnet Common Data Model v3.0 als Vorlage für das Core Data Model; OO-Analyse und Design; Frameworks für die Entwicklung mobiler medizinischer Anwendungen auf Java-Basis, Java-Eigenentwicklungen im Backend-Bereich;  bestmögliche kryptografische Verschlüsselungsverfahrung zum Schutz der hochsensiblen, medizinischen Daten; iteratives, agiles Vorgehensmodell


Kern des IMeRa ist das Mobile Data Repository for Research. Dafür wurde ein Use Case spezifisch erweiterbares konzeptionelles Core Data Model definiert. Die Kommunikation mit mobilen Geräten (darunter auch Activity Tracker) unter Wahrung des Datenschutzes und der Datensicherheit wird durch eigenentwickelte Softwarebausteine unterstützt. Schnittstellenentwicklungen zu nachgeordneten Forschungsdatenbanken mit Integration klinischer Daten und weiteren Kommunikationspartnern (externe Kliniken) sind ebenso Teil der Lösung. Letztlich entsteht eine Entwicklungsbasis für mobile medizinische Forschungsanwendungen (Datenerfassung, Fragebögen, Kommunikation, Reporting).


Im Rahmen einer wissenschaftlichen Pilotstudie der Kinder- und Jugendpsychiatrie wurden Mobile Apps in die IMeRa-Plattform erfolgreich eingebunden und damit die Machbarkeit und Usability des IMeRa für die praxisnahe Anwendung aufgezeigt. Ursprüngliche Lösungsansätze (v.a. der Kommunikation mit Mobile Apps) mussten für das Vorhaben modifiziert werden und die verschiedenen anzubietenden Lösungsvarianten sind breiter gefächert als geplant. Nur mit Methoden der agilen Software- und evolutionären Produktentwicklung kann den vielschichtigen Nutzeranforderungen entsprochen werden.

Die interne und externe Resonanz auf das Vorhaben war groß. Weitere Use Cases werden umgesetzt und in die Plattform eingebunden. Die erzielten Lösungsansätze werden übertragbar (für externe Nutzer ab Mitte 2017) und erweiterbar und somit für Folgeprojekte anwendbar sein. Das Förderprojekt IMeRa läuft noch bis zum März 2018.

Kongress

Integration von Apps in das elektronische Patientendossier der Schweiz. Was ist denkbar?

25. April 2017
12:00 - 12:15 Uhr

Kongresssaal B

Die Schweiz hat 2016 das elektronische Patientendossiergesetz verabschiedet und ist im Aufbau eines dezentral verteilten elektronischen Patientendossiers. Die Architektur des Dossiers basiert auf den Profilen von IHE mit schweiz-spezifischen Anpassungen bzw Eweiterungen. Das Dossier wird es dem Bürger erlauben, seine behandlungsrelevaten Dokumente mit den Behandelnden zu teilen. Wie können nun Apps in das elektronische Dossier integriert werden? Anhand von aktuellen Standardentwicklungen im Gesundheitswesen - wie HL7 FHIR und die Continua Guidelines - werden verschiedene Möglichkeiten erörtert und zur Diskussion gestellt. 

Kongress

mHealth und das ePatientendossier: Wie die Nutzung von mHealth im Rahmen des ePatientendossiers ermöglicht wird

25. April 2017
12:00 - 12:15 Uhr

Kongresssaal A

Ab 2020 können Bürger in der Schweiz ein elektronisches Patientendossier (ePatientendossier) eröffnen. Das dazugehörige Bundesgesetz sieht vor, dass auch Patienten Daten ins ePatientendossier einstellen können. Da bereits drei von vier Schweizer ein Smartphone besitzen und die Verbreitung von Apps sowie Wearables zunimmt, bieten sich mHealth-Anwendungen hierfür an. Um die Nutzung von mHealth-Anwendungen für Bürger und Behandelnde im Rahmen des ePatientendossiers zu ermöglichen, hat eHealth Suisse eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich mit relevanten Handlungsfeldern beschäftigt und Empfehlungen erlassen hat. eHealth Suisse wird vom Bundesamt für Gesundheit und den Kantonen getragen und koordiniert die kantonalen Arbeiten rund um eHealth und dem ePatientendossier.

Die Arbeitsgruppe hat drei relevante Themenfelder identifiziert. Diese sind rechtliche Rahmenbedingungen, Interoperabilität und Befähigung potenzieller Anwender.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Im Bereich der Zertifizierung der Medizinprodukte ist der regulatorische Rahmen mit der Übernahme der EU-Regulierung ins Schweizer Recht ausreichend. Jedoch sind die Kenntnisse der App- und Device-Hersteller, wann ein Produkt zu zertifizieren ist und wie dabei vorzugehen ist, mangelhaft. Hier setzen die Empfehlungen an.

Bei der Nutzung von mHealth-Anwendungen im Rahmen des ePatientendossiers kommen einerseits die nationale Datenschutzgesetzgebung und andererseits die des Landes, in welchem der Hersteller seinen Firmensitz hat, zur Anwendung. Dies kann zu Schwierigkeiten führen, wenn eine nach ausländischem Recht betriebene mHealth-Anwendungen mit dem ePatientendossier kombiniert wird. Deshalb sollen die legislativen Entwicklungen in den Ländern mit einer grossen Marktmarkt studiert und die Auswirkungen für die schweizerischen Datenschutzgesetzgebung abgeleitet werden. Darauf basierend sind Massnahmen zu ergreifen.

Bei der Festlegung der Tarife sind verschiedene Akteure involviert. Zudem muss für die Aufnahme von Leistungen in die Vergütungskataloge der Nachweis der Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit der Leistungen erfolgen. Deshalb hat man sich entschieden im Rahmen der Empfehlungen vor allem den Nutzen von mHealth-Anwendungen anhand von Forschungsförderung aufzuzeigen und die Tarifpartner für die Aufnahme von mHealth-Leistungen in den Tarifverträgen zu sensibilisieren.

Kongress

Mobile Anwendungen nutzen eHealth-Standards für innovative patientenzentrierte Dienste

25. April 2017
12:15 - 12:30 Uhr

Kongresssaal B

In der heutigen Zeit verwenden Patienten selbstverständlich ihre mobilen Geräte während Krankenhausaufenthalten und zu Hause. Um Patienten besser über ihre Behandlungen zu informieren bzw. vorzubereiten, möchte HELIOS den Patienten hilfreiche digitale Dienste anbieten. Das können z.B.
 

  • Vorabinformationen für den Patienten
  • Fragebögen zur Unterstützung des medizinischen Personals bei der Erstellung von Aufnahmedokumenten
  • Terminvereinbarungen
  • Zugriff auf eigene Daten in digitaler Form (z.B. Entlassbrief)


sein.

Diese Dienste sollen Patienten als mobile Anwendungen geboten werden. Für die Entwicklung dieser Anwendungen werden etablierte Webtechnologien (FHIR, HTML5, oAUTH) eingesetzt. Dadurch wird die die Implementierung der mobilen Anwendungen für Partner erleichtert. Für die Kommunikation zwischen den medizinischen Informationssystemen (Krankenhäuser, MVZ oder Arztpraxen) wird eine standardisierte Plattform basierend auf IHE etabliert.
In der Folge wird eine sektorenübergreifende Prozessintegration (z.B. ambulant/stationär) und die institutionsübergreifende Kommunikation (HELIOS-intern und extern) besser unterstützt.

Kongress

Patienten-Apps und deren Anbindung an Arztpraxissysteme

25. April 2017
12:15 - 12:30 Uhr

Kongresssaal A

Immer mehr Start-ups und etablierte Anbieter stellen Apps für den Gesundheitsmarkt bereit. Einige davon haben das Potenzial, den Arbeitsalltag von Ärzten, die Kommunikation zwischen Arzt und Patient und die Versorgung des Patienten zu optimieren.

Diese Vorteile solcher mobilen Anwendungen können erst durch eine Integration in die Praxissoftware der Ärzte entstehen oder verstärkt werden. medatixx als einer der führenden Praxissoftware-Anbieter in Deutschland spürt diesen wachsenden Bedarf der Integration von Apps und anderen mobilen Softwarelösungen durch immer mehr Anfragen externer Anbieter.

Nimmt man konkret Patienten als Nutzergruppe für Gesundheitsapps in den Fokus, fällt deren hoher Differenzierungsgrad nach den Merkmalen Bildungsstand, IT-Affinität, Versicherungsstatus, Alter, Gesundheitszustand (gesund, akut krank, chronisch krank) und Indikation auf. Für diese derart heterogene Masse an Patienten gibt es ein vielfältiges und stetig wachsendes Angebot an Gesundheits-Apps. Derzeit richten sich ca. 9 von 10 Apps im Gesundheitsumfeld an Patienten. Im deutschen Gesundheitssystem, in dem Patienten eine niedrige Zahlungsbereitschaft für Gesundheits-Apps aufweisen, ist dies beachtlich.

Um den wachsenden Bedarf zu decken, hat medatixx die Vision eines eigenen App Stores mit dem Namen medatixx-AppPoint entworfen. Über den medatixx-AppPoint und die dahinterliegende Schnittstelle nach IHE-Standard sollen externe Anwendungen und Apps einfach, aber dennoch tief in die Praxissoftware integriert werden können. Die „Universalschnittstelle“ ersetzt die filebasierten Anbindungen, zum Beispiel via GDT, und erspart medatixx und den App-Anbietern Individualaufwand bei der proprietären Entwicklung spezieller Schnittstellen für die einzelnen Systeme.

Grundsätzlich ist es jedem App-Entwickler möglich, seine mHealth-Angebote im medatixx-AppPoint zu platzieren, sofern eine Vereinbarung zu den technischen, organisatorischen und kaufmännischen sowie den Datenschutz-Rahmenbedingungen mit medatixx geschlossen wurde.

medatixx stellt mit dem medatixx-AppPoint eine Plattform bereit, auf der in die medatixx-Systeme integrierte Anwendungen für Ärzte und Patienten beworben werden. Diese Integration ermöglicht eine Übertragung von Daten in die digitale Patientenakte der Praxissoftware und somit eine vereinfachte Kommunikation zwischen Arzt und Patient. Darüber hinaus soll der medatixx-AppPoint beiden Nutzergruppen eine Orientierungshilfe im Dschungel der mittlerweile über 100.000 existierenden Gesundheitsapps sein.

Mit x.patient hat medatixx bereits den Grundstein gelegt und eine eigene Patientenservice-App auf den Markt gebracht. x.patient ermöglicht die direkte Kommunikation zwischen dem Smartphone des Patienten und der Praxissoftware. Durch diese Verbindung fließen automatisiert und strukturiert Informationen in die elektronische Karteikarte des jeweiligen Patienten und zurück.

Erste Erfahrungen aus der Umsetzung des Konzepts werden vorgestellt: Um welche Art von Daten aus Patienten-Apps handelt es sich und wie und wo werden diese im Arztpraxissystem dargestellt und dokumentiert? Wie oft sollen Daten in das Krankenblatt des Patienten übermittelt werden können und wer kann dies auslösen? Der Patient allein? Der Patient in Absprache mit dem Arzt? Automatisch?

Auch Apps für ärztliche Nutzer werden im medatixx-AppPoint nach den zuvor beschriebenen Prinzipien zu finden sein. medatixx versteht solche Apps als Anwendungen, die der Diagnose, Therapie oder Prävention von Krankheiten und der betriebswirtschaftlich effizienten Ausrichtung einer Arztpraxis dienen und damit das Leistungsspektrum einer Arztpraxissoftware abrunden. Denkbar ist zum Beispiel die Integration von Wissensdatenbanken, Impfplanern und Archivierungs-, Online-Sprechstunden- und Online-Terminbuchungslösungen.

Kongress

Abschlussdiskussion mit allen Referenten

25. April 2017
12:30 - 13:00 Uhr

Kongresssaal B

Kongress

Abschlussdiskussion mit allen Referenten

25. April 2017
12:30 - 13:00 Uhr

Kongresssaal A

Exkursion

Diagnostik-Plattform für die Radiologie bei der Medneo GmbH

25. April 2017
13:00 - 16:00 Uhr

Medneo Diagnostikzentrum Potsdam

Veranstalter:

Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH

Eröffnungsveranstaltung

Eröffnungsveranstaltung der conhIT 2017

25. April 2017
13:30 - 14:30 Uhr

Kongresssaal A

Veranstalter:

conhIT - Connecting Healthcare IT

Partnerveranstaltung

Praxisseminar Dokumentation und Abrechnung: Unterstützung abrechnungsrelevanter Prozesse durch ID clinical context coding

25. April 2017
13:30 - 15:30 Uhr

Raum Passau 2

Veranstalter:

ID Information und Dokumentation GmbH & Co. KGaA

Podiumsdiskussion/ Präsentation

BMBF-Förderinitiative Medizininformatik – Welchen Output können wir erwarten?

25. April 2017
14:30 - 15:30 Uhr

Networkingfläche, Halle 3.2

Veranstalter:

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS) e. V.

Podiumsdiskussion/ Präsentation

Digitalisierung in der Pflege – Wann platzt der Knoten?

25. April 2017
14:30 - 15:30 Uhr

Networkingfläche, Halle 4.2

Veranstalter:

Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V.

Messeführung

IT-Sicherheit

25. April 2017
14:30 - 15:30 Uhr

bvitg-Stand C-117, Halle 4.2

Veranstalter:

Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V.

mobile health ZONE

Newcomer Startup Pitch

25. April 2017
14:45 - 15:45 Uhr

mobile health ZONE, Halle 2.2

Veranstalter:

Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V. und Bundesverband Internetmedizin e. V.

Partnerveranstaltung

Kommissionssitzung der Verbände GMDs, BVMI und GI

25. April 2017
14:45 - 17:30 Uhr

Raum Lindau 1, Meeting Bridge A, Halle 2.2

Veranstalter: 

Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e. V., (GMDS), Berufsverband Medizinischer Informatiker e. V. (BVMI) und Gesellschaft für Informatik (GI)

Workshop

Vorstellung aktueller Forschungsarbeiten der Stipendiaten

25. April 2017
15:00 - 16:00 Uhr

Kongresssaal A

Veranstalter:

Friedrich-Wingert-Stiftung

International Networking

International Market Opportunities for Digital Health Companies

25. April 2017
15:00 - 16:30 Uhr

International Networking Lounge powered by GTAI, Stand B-111, Halle 4.2

Host:

Germany Trade & Invest

Podiumsdiskussion/ Präsentation

focus „EU-Datenschutz-Grundverordnung – Alles neu bei Wartung und Auftragsverarbeitung?“

25. April 2017
15:45 - 16:45 Uhr

Networkingfläche, Halle 3.2

Veranstalter:

AG Datenschutz und IT-Sicherheit des Bundesverbands Gesundheits-IT – bvitg e. V.

Messeführung

IT-Lösungen in der Pflege

25. April 2017
15:45 - 16:45 Uhr

bvitg-Stand C-117, Halle 4.2

Veranstalter:

Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V.

Podiumsdiskussion/ Präsentation

Was passiert beim Interoperabilitätsverzeichnis?

25. April 2017
15:45 - 16:45 Uhr

Networkingfläche, Halle 4.2

Veranstalter:

Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V.

mobile health ZONE

Wachstumsstrategien für Digital Health Startups

25. April 2017
16:00 - 17:00 Uhr

mobile health ZONE, Halle 2.2

Veranstalter:

Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V. und Bundesverband Internetmedizin e. V.

Workshop

Zusammenführung und Nutzung verteilter Daten im Gesundheitswesen – Medical Data Science

25. April 2017
16:00 - 17:30 Uhr

Kongresssaal A

Veranstalter:

MIRACUM-Konsortium

Business Meeting

Speed Networking: Startup meets Corporate

25. April 2017
16:00 - 18:00 Uhr

Business Meeting-Fläche, Halle 4.2

Veranstalter:

Bundesverband Gesundheits- IT – bvitg e. V., Health 2.0 Berlin und HealthCapital Berlin-Brandenburg

Podiumsdiskussion/ Präsentation

Bundeseinheitlicher Medikationsplan: Ist die Tür zu eHealth geöffnet?

25. April 2017
17:00 - 18:00 Uhr

Networkingfläche, Halle 4.2

Veranstalter:

AG AMTS und AG Interoperabilität des Bundesverbands Gesundheits-IT – bvitg e. V.

Podiumsdiskussion/ Präsentation

KIS 2025 – Wo sollte die Reise hingehen?

25. April 2017
17:00 - 18:00 Uhr

Networkingfläche, Halle 3.2

Veranstalter:

Bundesverband der Krankenhaus-IT-Leiterinnen/Leiter (KH-IT) e. V.

Messeführung

Mobile Health

25. April 2017
17:00 - 18:00 Uhr

bvitg-Stand C-117, Halle 4.2

Veranstalter:

Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V.

Abendveranstaltung

conhIT-After Work

25. April 2017
18:00 - 20:00 Uhr

Eingang Süd, Messegelände

Veranstalter:

conhIT - Connecting Healthcare IT

International Networking

Evening Reception: Dutch Digital Health Night

25. April 2017
18:00 - 22:00 Uhr

Botschaft des Königreichs der Niederlande, Klosterstraße 50, 10179 Berlin

Veranstalter:

Botschaft des Königreichs der Niederlande

26. April 2017

Akademie

Mobile Systeme und Apps gestalten und einsetzen

26. April 2017
09:00 - 13:00 Uhr

Akademieraum, Halle 2.2

Akademie

Systematisch Anforderungen an Softwaresysteme erheben

26. April 2017
09:00 - 13:00 Uhr

PR-Raum, Halle 1.2

Kongress

Health Information Exchange and Management, a DACH Perspective

26. April 2017
09:30 - 09:45 Uhr

Kongresssaal C

Kongress

Barcode unterstützte Medikationsprozesse für verbesserte Patientensicherheit

26. April 2017
09:30 - 09:50 Uhr

Kongresssaal B

Optimierung des Prozesses der Medikamentenvorbereitung und –abgabe mit Einbindung  eines Dispenser-Barcodes nach EU-Standard (GS1).

Dokumentationssoftware für den Medikamente - Richt- und Abgabeprozess unter Verwendung bestehender Medikamentenbarcodes (PZN) sowie  Patienten- und Mitarbeiterbarcodes.

Einleitung:

Verpflichtung eines nachvollziehbaren Medikationsprozesses „Closed Loop“ im Krankenhaus.

Motivation:

Erhöhung der Patientensicherheit durch erweiterte Prüfungen im Zuge der Medikamenten-Anordnung, Vorbereitung und – Abgabeprozess an den Patienten.

Ab 2019 verpflichtende Chargenrückverfolgung durch genauere Dokumentation im 2D-Barcode (EU-Fälschungsrichtlinie 2011/62/EU)

Fragestellung:

Haben wir dies bereits heute in unseren Prozessen sowie Softwarelösungen verfügbar und wie müsste es weiter ausgebaut werden um diese Anforderungen/Verpflichtungen zu gewährleisten?

Material , Methoden und Werkzeuge

  • Dispenser für Medikamentenverteilung
  • Software inkl. Abbildung der Prozessschritte „Arbeitslisten“ und „Einbindung von mobilen Barcodelesern“ sowie „Barcodedruckern“
  • Mitarbeiterausweise mit Barcode
  • Patientenarmbänder mit Barcode

Beschreibung der Lösung (Anwendungssoftware / Applikation oder Umsetzungskonzept)

Die integrierte Scannerunterstützung im Klinikinformationssystem ORBIS von Agfa HealthCare erlaubt eine aktive Interpretation unterschiedlicher Barcodes via Unterstützung gängiger Standards (vorwiegend GS1) im Healthcare-Bereich.

Umgekehrt ist die Verwendung von Standards unumgänglich bei der eindeutigen Zuordnung von Materialien, Medikamenten, Patienten, Leistungen, etc.

Die Auszeichnung eines Medikamentendispensers mit einer GSRN/SRIN ermöglicht somit die eindeutige Bestimmung einer Medikationsleistung für einen Patienten. Ein einziger Scanvorgang genügt, um sowohl den Patienten als auch seine Medikation eindeutig zu bestimmen.

Diese Umsetzung ist unserem Wissen nach einzigartig im deutschen Markt.

Mit der Verfügbarkeit von Medikamentenbarcodes mit zusätzlicher Chargen- und Seriennummern sowie Ablaufdatum sind auch diese Daten mit Patientenbezug versehen, und es kann eine Chargenrückverfolgung von Medikamenten bis zum Patienten erfolgen.

Ergebnisse, Erfahrungen und „lessons learned“

Die Einbindung der entwickelten Software- sowie Hardwarelösungen stellt einen absoluten Mehrwert in punkto Prozessunterstützung im Rahmen der Arzneimitteltherapiesicherheit  dar.

Die Lösung und damit die abgebildeten Prozesse im Zuge der Medikation werden sehr gut von Mitarbeitern der Pflege, Apotheke sowie Ärztlichem Dienst angenommen und stellen auch ein großes Maß an Haftungssicherheit dar.

Eine Minimierung der CIRS Fälle ist eklatant spürbar.

Aufgrund der Erfahrungen werden wir den Medikationsprozess abändern:

  • Genehmigung der Medikation durch den Apotheker
  • Das Richten der Medikamente bis auf akut Medikation ausschließlich durch PTA‘s

Diskussion und Ausblick

Die beschriebene Lösung wird Haus weit sowie in anderen Standorten des Verbundes ausgerollt werden.

Kongress

Session 7 | Digitalisierung aus der Sicht des Krankenhauses

26. April 2017
09:30 - 11:00 Uhr

Kongresssaal A

Kongress

Session 9 | Global Perspectives on Health Information Exchange

26. April 2017
09:30 - 11:00 Uhr

Kongresssaal C

Kongress

Die Zielsetzung von Klinik 4.0

26. April 2017
09:35 - 09:50 Uhr

Kongresssaal A

Mit dem Einsatz von Krankenhaus 4.0 lässt sich die Struktur- Prozess- und Ergebnisqualität  deutlich verbessern und damit die liegen die Vorteile für die Patienten auf der Hand.  Es bietet große Möglichkeiten, die Prozesse im Krankenhaus transparent, standardisiert und damit wesentlich wirtschaftlicher zu gestalten. Die Hindernisse sind in den mangelnden Finanzierungsmöglichkeiten und den heterogenen Interessen der Beteiligten zu sehen.

Kongress

Health Information Exchange and Management, an EU/Irish Perspective

26. April 2017
09:45 - 10:00 Uhr

Kongresssaal C

This presentation gives an examination of some the steps currently taking place in Ireland to bring our healthcare IT system into the 21st century in terms of health information exchange as well as an EU initiative to encourage data exchange across member states.

We begin with an overview of the area in which Mr. O’ Dwyer works in order to give context. The HSE itself is branched into two areas, the Acute Services Division and the Community Health Organizations. Mr. O’ Dwyer is CEO of one of the Acute Hospital Division areas, the South/South West Hospital Group/ The South/South West Hospital Group comprises of nine hospitals in the south, southwest, and southeast of Ireland.

In terms of new innovations in ICT in the Irish health service, one exciting plan in place is that of Electronic Health Records (EHRs). This presentation will give an overview of the system being brought into Ireland, as well as the expected benefits of this.

The idea of cross EU data exchange will then be discussed, with a focus on the importance of the role of SNOWMED CT in this endeavor.

Kongress

Komplexität bezwungen? Multiressourcenmanagement als Mittelpunkt eines prozessorientierten Hospital Information Systems

26. April 2017
09:50 - 10:10 Uhr

Kongresssaal B

Die Steigerung von Effizienz und Effektivität scheitert heute typischerweise an der komplexen Integration unterschiedlicher Planungs-Systeme sowie der fehlenden Serviceorientierung heutiger Krankenhausinformationssysteme. Der Vortrag dokumentiert den Werdegang einer völlig neuartigen HIS-Generation, die Multiressourcenmanagement in den Mittelpunkt einer konsequenten Prozessorientierung stellt und beschreibt die dabei entstandenen Erfahrungen.

Eine prozessorientierte Arbeitsweise ist die Basis für die Beherrschung steigender Komplexität und Ansprüche an Effektivität und Effizienz, so die weitgehend konsentierte Meinung der Fachkreise. Werden Prozesse in den Mittelpunkt gestellt, ist besonders die abgestimmte Verfügbarkeit aller Ressourcen zu gewährleisten. In dem hier vorgestellten Ansatz bildet daher ein Multiressourcenmanagement den Kern des Hospital Information Systems. Das Ziel ist es, eine durchgängige Ressourcensteuerung und -optimierung ausgehend von den Behandlungsprozessen regelhaft zu etablieren. Die Ressourcensteuerung ist dabei auf alle Dimensionen angelegt (Personal, Räume, Ausrüstung). In diesem Kontext wurde deutlich, dass für eine zielgerichtete Planung und effiziente Prozessdurchläufe die begrenzte Sicht auf den Krankenhausaufenthalt immer noch Restriktionen birgt. Um diese  zu überwinden, war es notwendig, auch die Einrichtungs- und Sektorengrenzen zu überwinden. Die logische Konsequenz: Eine Multiressourcenplanung unter Einbeziehung sektorenübergreifender Informationen im Vorfeld und mit frühzeitiger Übermittlung von Informationen aus den Behandlungsprozessen an potenziell nachbehandelnde Institutionen.   

Die Entwicklung der neuartigen HIS Generation erfolgt seit 2013 auf der Basis agiler Softwareentwicklungsmethoden serviceorientiert und modular. Das User-Interface soll den durch Consumer-Produkte geprägten Erwartungen entsprechen und über HTML5 plattformübergreifend – auch mobil – zur Verfügung stehen.

Erste Module für die priorisierten Bereiche „Medikationsmanagement“, „Fieberkurve“ sowie „Pflegemanagement“ und „OP-Management“ wurden bisher zur Reife entwickelt und in ersten Installationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Einsatz gebracht.  Aus den Piloterfahrungen in unterschiedlichen Umgebungen sind erste Evaluationen und damit eine Lernkurve entstanden, die hier vorgestellt werden sollen.

Insbesondere kann über Erfahrungen aus der Implementierung, notwendigen organisatorischen Anpassungen und Vorbereitungen sowie ersten Effizienzeffekten berichtet werden. Einen besonderen Fokus bilden dabei die Auswirkungen auf Medizin, Pflege und Management. Eine wesentliche Strategie bei der Einführung ist es, evolutionär auf einem heute existierenden Informationssystem – insbesondere für Patientenverwaltung und Abrechnung – aufzusetzen und so bestehende Investitionen zu schützen. Auch zu diesem Szenario werden Erfahrungen aus den ersten Projekten vorgestellt.

Kongress

Effizienzsteigerung durch Clinical Context Coding und Arzneimittelcontrolling

26. April 2017
09:55 - 10:15 Uhr

Kongresssaal A

Mit Hilfe von Beispieldaten sollen die sich durch den Einsatz der beiden Softwarelösungen ergebenden Potentiale zur Prozessverbesserung präsentiert werden. Über gemeinsame inhaltliche Schnittpunkte wird eine Verknüpfung zwischen beiden Projekten hergestellt und für den Vortrag ein fließender Übergang geschaffen. Das Hauptaugenmerk liegt für diese Präsentation bei den Dokumentations-, Kodier- und Verordnungsprozessen. Hier sollen anhand verschiedener Praxisbeispiele mögliche Lösungswege aufgezeigt werden.

CCC

Medizinische Dokumente wie Arztbriefe, OP-Berichte und Befunde sind bei der Behandlung eines Patienten eine wichtige Informationsquelle. Sowohl im laufenden Kodierprozess, als auch bei der abschließenden Prüfung eines Falls durch eine Kodierkraft, werden derzeit viele Ressourcen aufgewendet, um Diagnosen, Prozeduren und Medikamente in den Akten zu ermitteln. Die Vollständigkeit und Güte der Kodierung sind dabei nicht gewährleistet. Mit Hilfe einer semantischen Aufbereitung medizinischer Freitexte können abrechnungsrelevante Angaben wie Diagnosen, Prozeduren, Laborwerte und Medikamente identifiziert und zur Kodierung vorgeschlagen werden. MDA und Medizincontrolling können bei der Fallcodierung direkt auf diese „semantisch digitalisierten“ Dokumente zugreifen. Die Software erkennt dabei Codes, Abkürzungen und komplexe Formulierungen und das auch in verschachtelter Form und unter Ausschluss von Negationen. Die entsprechenden Fundstellen sind farblich unterlegt und somit für den Kodierenden leicht zu erkennen. Mit CCC wird darüber hinaus ein Abgleich des Kodierverlaufs mit den Infor¬mationen in den Fallakten möglich. Dabei werden Belegstellen für die bisher dokumentierten Codes ermittelt und Vorschläge für weitere zu kodierende Dokumentstellen gemacht. Der Einsatz einer solchen Komponente dient der Steigerung der Dokumentationsqualität, verkürzt den Dokumentationsprozess und führt zu Erlössteigerungen.

Arzneimittelcontrolling

Die Arzneimitteltherapie ist die häufigste Form der medizinischen Behandlung, nahezu jeder Krankenhauspatient erhält sie während seines Aufenthalts. Der Weg von der Verordnung eines Medikaments durch den behandelnden Arzt, bis zur Dokumentation der Gabe besteht aus einer Vielzahl von Einzelprozessen. An diesen Prozessen sind verschiedene Personen aus unterschiedlichen Bereichen beteiligt, wodurch eine großes Risikopotential hinsichtlich Qualität und Wirtschaftlichkeit entsteht. Die retrospektive Betrachtung der betroffenen Prozesse mit Hilfe eines speziell entwickelten Controllingwerkzeugs soll dazu beitragen, die Sicherheit, Qualität und Wirtschaftlichkeit der Arzneimitteltherapie zu verbessern. ID EFIX® PHARMA kombiniert die in ID MEDICS® erfassten Daten zur medikamentösen Therapie und die Ergebnisse des ID PHARMA CHECK® mit den Daten des §21 KHEntgG Datensatzes. Mit Hilfe von vordefinierten Dashboards und der Möglichkeit für den Nutzer eigene Dashboards zu erstellen, können eine Vielzahl relevanter Fragestellungen bearbeitet werden. Aufgeteilt in die Bereiche Ökonomie, Pharmakologie und Medizin erfolgen z. B. Prüfungen auf Fehlindikationen oder Kostenrechnungen zu ZE-fähigen Medikamenten. Fälle mit Medikamentengaben, ohne entsprechende ICD oder OPS Dokumentation können identifiziert und per Massensimulation auf eventuelle Erlöseffekte geprüft werden. Die Auswertung der Ergebnisse des ID PHARMA CHECK® kann Anhaltspunkte zur Optimierung der Verordnungsprozesse liefern. Durch die Verknüpfung von Medikations- und §21 Daten lassen sich Auswertungen zu typischen Behandlungsmustern erstellen. So kann z.B. dargestellt werden, bei welcher DRG, auf welcher Station, in Kombination mit welchen Diagnosen, welches Medikament gegeben wird. Mit Hilfe dieser Informationen lässt sich unteranderem ein effizientes Delir- oder Antibiotikamanagement durchführen.

Kongress

Health Information Exchange and Management, an Italian Perspective

26. April 2017
10:00 - 10:15 Uhr

Kongresssaal C

Partnerveranstaltung

Design Thinking kennenlernen

26. April 2017
10:00 - 13:00 Uhr

Raum Weimar 1, Meeting Bridge, Halle 4.2

Veranstalter:

User Interface Design GmbH

Kongress

Health Information Exchange and Management, a Polish Perspective

26. April 2017
10:15 - 10:30 Uhr

Kongresssaal C

Presentation of the Regional IT Healthcare Platform on the example of implementation of the Integrated Information System within the Podlaskie e-Health Information System (PSIeZ) project in Podlaskie Region, Poland. The main objective of the project was to build a complex regional e-Health information system open to all service beneficiaries and to allow smooth exchange of medical data and information among the existing systems, including central ones. The digitization of medical entities was to cover not only the administrative part (EOD, ERP, BI), but as well medical part (HIS, EHR). The regional EHR system (RRDM – Regional Repository of Medical Documentation) was not only to facilitate access to medical documentation to doctors and patients, but also to streamline communication (via contact mailbox), attaching patient’s own documentation and information about their health. Furthermore, doctors obtained an insight into medical documentation of patients from other entities. The implementation involved 36 units: Marshal’s Office of Podlaskie Region, 25 medical units, 10 poviat starost offices. The project range covered almost 8,700 employees.

Kongress

Digitalisierung des Prozesses interdisziplinärer Tumorboards

26. April 2017
10:15 - 10:35 Uhr

Kongresssaal B

Um für onkologische Patienten in interdisziplinären Konferenzen eine bestmögliche Behandlung zu finden, wurde bisher meist ein papier- und mailbasierter Prozess durchlaufen. Im Zuge der Digitalisierung und der Umstellung auf elektronische Akten bietet es sich an, solche Prozesse in das KIS zu integrieren und somit effizienter zu gestalten. Anhand einer i.s.h.med-integrierten Lösung der beiden Münchener Uniklinika und der Firma Cerner soll hier der Unterschied zwischen herkömmlichen administrativen Prozessen sowie einer digitalisierten Lösung gezeigt werden.

Im Jahr 2015 wurden allein am Klinikum der Universität München über 14.000 onkologische Fälle besprochen. Die DKG fordert, dass jeder Krebspatient mindestens einmal in einer interdisziplinären Konferenz vorgestellt wird. Der administrative Prozess von Anmeldung des Patienten über Informationsweiterleitung und Durchführung der Besprechung bis hin zu Nacharbeiten und dem Schreiben der Behandlungsempfehlung ist dabei recht aufwendig. Oftmals handelt  es sich hierbei um ein von den Kliniken selbst kreierten Ablauf aus Telefonaten/Fax/Mails und der Nutzung einer papierbasierten Akte. Um die hohe Anzahl an Fällen effizient zu bearbeiten, wurde im Rahmen der Digitalisierung eine elektronische Tumorboardlösung entwickelt, die den gesamten Prozess in das KIS integriert. Durch die Gegenüberstellung der beiden Verfahren soll hervorgehoben werden, welche Vorteile das neue elektronische Verfahren mit sich bringt.

Mittels eines klinischen Auftrags können Ärzte direkt aus dem KIS Patienten zu einem Board anmelden. Dabei können auch explizit spezielle Fachrichtungen angefordert oder weitere, für die Besprechung relevante Dokumente (z.B. Laborwerte), angehangen werden. Per Verknüpfung zum Tumordokumentationssystem können von dort Daten vorbelegt werden, was eine Doppeleingabe erspart. Wie auch im papierbasierten Verfahren gibt es pro Board einen Admin, der die Anmeldungen kontrolliert und ggf. Umplanungen/Änderungen vornimmt. Zusätzlich dient die Software zur Vorbereitung auf die Besprechung. Während der Konferenz gibt es neben dem Beamer, über den die medizinische Bildgebung gezeigt wird, einen großen Bildschirm, auf dem parallel die Anmeldedaten des Patienten gezeigt werden. So haben alle Teilnehmer den gleichen Stand als Diskussionsgrundlage. Die Software bietet zudem die Möglichkeit, den Boardbeschluss während der Konferenz direkt im System zu dokumentieren, welcher dann in das Empfehlungsschreiben übernommen werden kann. Gezeigt wird dieses Verfahren in einer Livedemo per Remotezugriff auf den Server des Klinikums der Universität München.

Ergebnisse, Erfahrungen & „lessons learned“

  • Klare Strukturierung durch klinische Aufträge
  • Gesamter Prozess in einem System
  • Alle zugehörigen Dokumente sofort im KIS verfügbar
  • Transparent und Audit-sicher
  • Anpassbar auf spezielle Wünsche einzelner Kliniken
  • Nicht nur als Tumorboard nutzbar, sondern auch für viele weitere interdisziplinären Konferenzen
  • Gute Grundlage für Forschung

Stand November 2016 sind am KUM 8 von 16 Boards mit der neuen Software ausgestattet. Weitere Boards werden in absehbarer Zukunft folgen. Eine Herausforderung wird hierbei ein Board-Sonderfall mit sehr großer Teilnehmerzahl (80 statt durchschnittlich 15 Patienten), welcher bei Konzeption der Anwendung nicht bekannt war. Aktuell erfolgt das Ausrollen eines Standards, um die Anwender mit dem neuen System vertraut zu machen. In einer zweiten Roll-Out Phase kann dann bei Bedarf auf die speziellen Wünsche der einzelnen Kliniken eingegangen werden, die dann beispielsweise einen separaten klinischen Auftrag bekommen. Ursprünglich wurde die Software als Tumorboard konzipiert – sie lässt sich aber auch für jede weitere interdisziplinäre Konferenz nutzen, was für die Zukunft geplant ist.

Kongress

International standardisierte praktische Lösungsmöglichkeiten

26. April 2017
10:20 - 10:45 Uhr

Kongresssaal A

Seit den fünfziger Jahren nimmt die Vielfalt von Medizingeräten stetig zu. Die Interoperabilität zwischen unterschiedlichen Produkttypen und -herstellern steigt hingegen nicht gleichermaßen an. Wenn Geräte interoperabel sind, dann handelt es sich typischerweise um Insellösungen.


Im Rahmen der IEEE 11073 Standardserie werden seit Anfang des 21. Jahrhunderts Protokolle, Terminologien und Geräteprofile entwickelt, um eine interoperable Vernetzung zwischen Medizingeräten am Patientenarbeitsplatz herzustellen. Bis heute haben sich nur wenige der Standardserien am nationalen und internationalen Markt etablieren können. Dies liegt zum einen an der Komplexität der Domäne und den damit einhergehenden Regularien als auch an der Verwendung veralteter Kommunikationsstandards. Parallel zu den Arbeiten der IEEE 11073 gab es deshalb seitens von Herstellern und Forschungsinstitutionen zahlreiche Pilotprojekte, um die Kommunikationsprotokolle zu modernisieren und für eine dynamische Vernetzung vorzubereiten.


Von 2012 bis 2015 wurden die Ergebnisse dieser Pilotprojekte im Verbundprojekt OR.NET konsolidiert. Kern dieser Konsolidierung ist eine Service-orientierte Architektur, auch als Service-oriented Medical Device Architecture (SOMDA) bezeichnet, in der Medizingeräte als Dienstleister und -konsumenten auftreten. In einem IP-Backbone tauschen die Akteure über einen standardisierten Dienst domänen-basierte Daten aus. Für eine SOMDA existieren zahlreiche Anwendungen, die es in Zukunft ermöglichen werden, Arbeitsabläufe im Krankenhausalltag zu unterstützen und zu verbessern. Ein konkretes Beispiel ist die zentralisierte Patientenüberwachung auf Intensivstationen. Um anstatt wie bisher alle Vitalparameter, Geräteeinstellungen und Alarme der beteiligten Monitoring-, Beatmungsgeräte und
Spritzenpumpen nur am Patientenbett zur Verfügung zu haben, können diese Daten in einer SOMDA zentralisiert gebündelt werden – ähnlich zu verstehen wie das Cockpit in einem Flugzeug oder die Brücke auf einem Schiff. Dieses Vorgehen ermöglicht es in einem weiteren Schritt, die Laufwege für das medizinische Personal zu reduzieren, die Pflege der Patientenakte zu optimieren oder auch Alarme am Patientenbett zu reduzieren.


Umfassende empirische Tests haben gezeigt, dass das SOMDA-Konzept auf Medizingeräten einsetzbar ist. Als nächstes wird das erarbeitete Konzept im Rahmen der IEEE standardisiert. Hierfür wurden drei Standardisierungsprojekte ins Leben gerufen, die unter den Nummern P11073-20702, P11073-10207 und P11073-20701 geführt und bis 2018 ratifiziert werden sollen. Mit Veröffentlichung dieser Standards werden Medizingerätehersteller in der Lage sein, ihre Produkte mit der neuen Kommunikations-technologie auszustatten. Bei den drei Standards handelt es sich um die Definition einer Enabling-Technologie. Schlussendlich werden weitere Arbeiten erforderlich sein, um die Interoperabilität zwischen den Geräten und den daraus resultierenden Nutzen sicherzustellen.

Kongress

Integration of HIE and Electronic Health Records: The Experience of One US Academic Medical Center and the Surrounding Community

26. April 2017
10:30 - 10:45 Uhr

Kongresssaal C

In the United States Obama Health Care Reform launched a digital revolution in health care information by providing financial incentives for hospitals and doctors to convert medical records to electronic format. Subsequent financial incentives were provided in a program called “Meaningful Use” which rewarded providers for using electronic records to meaningfully document Quality of Care. Electronic Medical Records have laid the foundation for communication among providers, between providers and patients and between health care organizations.

Objectives:

  • Describe the Use of Health Information Technology common in large US Medical Centers  
  • Describe the Use of Electronic Records to Promote Evidence-Based Care and Improve Quality
  • Describe the architecture of HIE in San Diego County, California
  • Describe Some Challenges and Opportunities of the US System

Kongress

Abschlussdiskussion mit allen Referenten

26. April 2017
10:30 - 11:00 Uhr

Kongresssaal B

Kongress

Abschlussdiskussion mit allen Referenten

26. April 2017
10:45 - 11:00 Uhr

Kongresssaal A

Kongress

Panel Discussion with All Speakers

26. April 2017
10:45 - 11:00 Uhr

Kongresssaal C

International Networking

Market Insights by International Partners

26. April 2017
11:00 - 12:30 Uhr

International Networking Lounge powered by GTAI, Stand B-111, Halle 4.2

Host:

Germany Trade & Invest

Partnerveranstaltung

Beiratssitzung der gematik Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH

26. April 2017
11:00 - 13:00 Uhr

Raum Weimar 3, Meeting Bridge B, Halle 4.2

Veranstalter:

gematik Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH

Partnerveranstaltung

UX Design#LIVE: Der Nutzer im Fokus - Mit nutzerzentrierten Prozessen erfolgreiche digitale Gesundheitslösungen entwickeln

26. April 2017
11:00 - 13:00 Uhr

Raum Lindau 4, Meeting Bridge A, Halle 2.2

Veranstalter:

Cluster IKT, Medien, Kreativwirtschaft und IDZ

Partnerveranstaltung

Vernetzungstreffen D-A-CH: Games for Health – Spielen für die Gesundheit?

26. April 2017
11:00 - 14:30 Uhr

Raum Weimar 5, Meeting Bridge B, Halle 4.2

Veranstalter:

HealthCapital Berlin-Brandenburg und Cluster Med-Tech

Kongress

Patientenzentrierte Dokumentation im Krankenhaus als Voraussetzung für eine erfolgreiche intersektorale Behandlungskette

26. April 2017
11:30 - 11:50 Uhr

Kongresssaal C

Eine lückenlose zielgerichtete Dokumentation aller Prozessbeteiligten innerhalb eines Krankenhauses ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Weiterbehandlung nach der Entlassung.

Die verschiedensten Berufsgruppen kümmern sich im Krankenhaus um den Patienten. Verschiedenste Informationen werden benötigt. Diese liegen häufig vor, werden aber nicht bei der Einweisung ins System übertragen. Hier muss festgelegt werden, was bei Aufnahme für die anschließenden Prozesse relevant ist. Während der gesamten Behandlung ist darauf zu achten, was und vor allem wie dokumentiert wird. Erkenntnisse müssen allen Beteiligten in der richtigen Form zur Verfügung stehen. Am Ende soll ein Bericht generiert werden, der für die weitere Behandlung des Patienten außerhalb des Krankenhauses genutzt werden kann.

Mit den Berufsgruppen muss gemeinsam entschieden wird, was dokumentiert werden soll. Wenige dynamische Erfassungsmasken sollen die Behandlung abbilden. Die Kommunikation der Berufsgruppen muss über die IT abgebildet werden, damit Entscheidungen auch später noch exakt nachvollzogen werden können. Die Formulare können nur durch den Input derer, die am Patienten arbeiten, zielgerichtet erstellt werden.

An konkreten Beispielen wird aufgezeigt, wie solch eine berufsübergreifende patientenzentrierte Dokumentation aussehen kann. Intelligente Formulare unterstützen die Anwender dabei. Der Schritt von einer "elektrischen" Dokumentation, die nur die Papierbögen 1:1 abbildet, zu einer echten elektronischen Dokumentation ist hierbei die Herausforderung. Das Klinikum Oldenburg hat sich dieser Herausforderung gestellt und führt eine möglichst standardisierte Dokumentation im Hause ein.

Das Denken in einer elektronischen Akte ist ein Paradigmenwechsel. Die Anwender müssen lernen, dass die elektronische Akte nicht die Umsetzung der Papierakte in die IT ist, sondern dass sich viel mehr Möglichkeiten auftun. Dies wird zu einer bisher nicht gekannten Transparenz, die für Viele zunächst schmerzhaft sein kann.

Kongress

ATMoSPHÄRE: Interoperabilität und Vernetzung am Beispiel der Versorgung von multimorbiden Patienten

26. April 2017
11:30 - 11:55 Uhr

Kongresssaal B

Die älter werdende Bevölkerung fordert innovative und patientenzentrierte IT-Systeme zur Patientensteuerung und -betreuung in der häuslichen Umgebung sowie zur Koordination von regionalen Gesundheits- und Sozialdienstleistern. Im interdisziplinären ATMoSPHÄRE-Verbund entwickeln und erproben wir hierfür eine dezentral föderierte Gesundheitsplattform.

Die Versorgung von multimorbiden Patienten über alle Lebensbereich hinweg erfordert ein hohes Maß an Komplexität bei der Umsetzung entsprechender Konzepte. Aktuell bestehen zahlreiche Hemmnisse, die es den Akteuren erschweren multimorbide Patienten und ihre jeweiligen Bedarfe zu adressieren. Diese Barrieren über die eingesetzten IT-Systeme hinweg zu überwinden, sowie eine sichere Vernetzung der an der Versorgung beteiligten Akteure aus Medizin, und Pflege und den sozialen und kommerziellen Dienstleistern zu erreichen war die Intention zur Initiierung und Durchführung des vom BMBF mit 3.3 Millionen Euro geförderten Projektes ATMoPHÄRE - bestehend aus DRK, GeriNet, Fraunhofer IMW, TUMAINI, vital.services sowie Philips - in  Sachsen. Ziel des Projektes ist die Entwicklung, Erprobung sowie Erforschung einer  standardisierten und interoperablen Gesundheitsplattform.

Die Erarbeitung der Gesundheitsplattform erfolgt am Beispiel eines für das Projekt zu kreierenden Versorgungsetzwerkes, um so innerhalb des Projektzeitraumes von Oktober 2015 - September 2018 möglichst viele unterschiedliche IT-Systeme an eine gemeinsame Plattform einzubinden. Geplant ist, 700 Patienten einzuschließen. Auf Grundlage eines iterativen Prozesses haben das Projekt und seine Partner die Möglichkeit die Funktionalität und Interoperabilität unter Einbezug des Feedbacks aller Anwender weiterzuentwickeln. Die wissenschaftliche Auswertung erfolgt longitudinal.

Das Problem der fehlenden vernetzten Systeme und der Skalierbarkeit bisheriger Ansätze in der Gesundheitsversorgung wird durch ein offenes und interoperables Ecosystem überwunden, in dem Gesundheits- und Sozialdienstleister über kontrollierte Standard-Schnittstellen Zugang zu einem gemeinsamen aber dennoch dezentralen Datenbestand haben. Erstmalig wird mit dem Ecosystem zwischen medizinischer Versorgung und sozialen Dienstleistungen eine Vernetzung hergestellt, die den hohen Anforderungen des deutschen Datenschutzes entspricht. Das Ecosystem bietet nicht nur Informationen zu Befunden und Dokumentationen, sondern bindet alle an der Versorgung beteiligten Parteien über telemedizinische Lösungen in den Behandlungsverlauf ein.

 Bei der Gewinnung der Zielgruppe gilt es Ängste, hinsichtlich Überwachung oder Kosten für den Stromverbrauch der Tablets abzubauen. Zudem sind unterschiedliche Professionen und  Institutionen abzubilden. Somit müssen unterschiedliche Erfahrungs- und Wissenshintergründe integriert und bei der Kommunikation berücksichtigt werden. Großer Wert muss auf die Integration der Anforderungen der Professionals gelegt werden, da ohne diese ein Einsatz bzw. nachgelagerter Transfer in die Versorgungsrealität nicht vollzogen werden kann. 

Im Verlauf der Zeit ist es uns gelungen Anforderungen aus der Versorgungspraxis miteinander abzustimmen und zu spezifizieren sowie Prozesse zu optimieren. Besonderes Augenmerk wird im weiteren Projektverlauf auf die kontinuierliche Optimierung der Plattform sowie die Skalierbarkeit der erarbeiten Lösungen gelegt. Unter Berücksichtigung des bislang Erreichtem sind wir überzeugt davon, die  noch vor uns liegenden Herausforderungen zu bewältigen und in einigen Bereichen gegenüber dem eingereichten Projektantrag zu übertreffen.

Kongress

Session 10 | Entscheidungsunterstützung für Vorstände und Geschäftsführer

26. April 2017
11:30 - 13:00 Uhr

Kongresssaal A

Kongress

Klinikführung 4.0 – Qualität, Märkte, Mobilität und Kennzahlen

26. April 2017
11:40 - 12:00 Uhr

Kongresssaal A

Das Städtische Klinikum Braunschweig gehört zu den größten kommunalen Krankenhäusern in Deutschland mit Maximalversorgungsauftrag. Die Geschäftsführung hat sich 2016 intensiv mit dem Thema Klinikführung 4.0 auseinandergesetzt.
Getrieben von einer zukünftigen qualitätsorientierten Krankenhausplanung gilt es, Qualität und Ökonomie in sinnvollen Einklang zu bringen. Qualitätsindikatoren, Patientensicherheitsindikatoren und weitere ökonomische Kennzahlen dienen als Grundlage.
Die Gründe bei der Klinikwahl der Patienten müssen akribisch erfragt und analysiert werden.
Entscheidend dabei ist die Hoffnung auf Problemlösung und das Vertrauen darauf, diese Lösung zu erhalten. Die Problemlösung wird durch Struktur, Standard und Sicherheit geboten. Der Vertrauensgrad wird durch Sicherstellung und Garantie von gleichbleibenden Behandlungseigenschaften erhöht. Ziel ist es, mit einer strukturierten Medizin als Lösung für Patienten-Probleme, zu einer Produktmedizin sich weiterzuentwickeln. Dabei steht das Leistungsversprechen für ein Produkt bezüglich Kosten, Terminen und Qualitäten im Mittelpunkt. Bei Erfüllung resultiert Vertrauen und Weiterempfehlung.

Kongress

Der eWundbericht in einer standardbasierten Registerumgebung

26. April 2017
11:50 - 12:00 Uhr

Kongresssaal C

Das größte Organ des Menschen ist die Haut. Schlecht heilende Verletzungen stellen dabei ganz besondere Anforderungen an die Dokumentation. Eine einrichtungsübergreifende Wunddokumentation ist ein ernst zu nehmender Lösungsansatz für eine adäquate Wundbehandlung, insbesondere wenn dieser dabei auf international akzeptierten Standards beruht und somit Interoperabilität fördert.

Eine vollständige Wunddokumentation ist heutzutage mit diversen Apps ohne Probleme machbar. Beispiele dafür gibt es genug. Allerdings sind diese dann proprietär und ein Austausch mit anderen Behandlern ist nur sehr eingeschränkt möglich. Dass es auch anders geht, ohne dabei die Funktionalität und den Komfort zu beschneiden, soll hier gezeigt werden.

Die eHealth-Composite-Plattform der Deutschen Telekom Healthcare und Security Solutions stellt eine Middleware dar, die zur Entwicklung von Anwendungen genutzt werden kann, die einerseits plattformunabhängig lauffähig sind, andererseits ausschließlich auf Interoperabilitätsstandards wie HL7 und IHE basieren und so einen interoperablen Datenaustausch befördern. ART-DECOR als Standard-Repository leistet dabei eine nicht zu unterschätzende Hilfestellung in der Bereitstellung von Interoperabilitätsvorgaben. Eine weitere nicht unbedingt notwendige, aber doch den Komfort erhöhende Komponente ist eine Diktatlösung (hier von DictaTeam), die bei Integration in einer Smart-App das Diktieren sowie eine Fotointegration erlaubt und so den Arzt von einer umständlichen Datenerfassung entbindet. 

Der in vielen nationalen und internationalen Projekten (IHE, ELGA, NICTIZ, BC, etc.) eingesetzte Editor für CDA-Templates namens ART-DECOR unterstützt in der Entwicklung und Vorhaltung von Schablonen, die eine strukturierte Datenerfassung ermöglichen. Über den eHC Forms-Designer lässt sich dazu eine Oberfläche entwerfen, die einem Anwender eine komfortable Dateneingabe ermöglicht. Diese Komponenten können als Webcontainer sehr einfach in bestehende Anwendungen integiert werden.

In Kombination mit einem Mikrofon sowie einer Kamera  - beides wird standardmäßig von einem Smartphone oder Tablet bereitgestellt - lässt sich die Lösung um eine Diktatfunktion sowie Fotodokumentation erweitern. Ersteres erspart dem Arzt eine umständliche Datenerfassung per Tastatur, während die Fotodokumentation bei der Verfolgung des Heilungsprozesses eine nicht zu unterschätzende qualitative Hilfe bietet.

Die manuell oder per Diktat eingebenen Daten sowie die aufgenommenen Fotos werden in CDA-Dokumente, die dem Clinical Document Architecture Format entsprechen, umgewandelt. Die Speicherung dieser Dokumente erfolgt dann über IHE XDS in einer sogenannten Affinity Domain. XDS ist ein Akronym für Cross-Enterprise Document Sharing und meint die Speicherung von x-beliebigen Dokumenten in einer hersteller-neutralen Art und Weise, die insbesondere den inter-institutionellen Datenauschausch ermöglicht.

Neben einem direkten Datenaustausch zwischen den behandelnden Ärzten eignet sich diese Lösung auch sehr gut zum Aufbau entsprechender Register, um Behandlungsprozesse durch Ableitung von Vorgaben generell zu verbessern.  Je nach konkreter Anforderung müssen dann nur noch entsprechende Anonymsisierungs- oder Pseudonymisierungsdienste vorgeschaltet werden.

Die hier vorgestellte Anwendung zeigt die bereits vorhandenen Möglichkeiten in der Hoffnung, bei Registern eine einheitliche Infrastruktur herausarbeiten zu können und so das Rad nicht ständig neu zu erfinden.

Kongress

Qualitätssicherung durch Linkage von Patientenbefragungen mit Routinedaten auf Basis einer Elektronischen Patientenakte (PEPA)

26. April 2017
11:55 - 12:20 Uhr

Kongresssaal B

Bei medizinischen Behandlungen treten häufig an den Sektorenübergängen Qualitätsdefizite auf, die oftmals nur durch die Patienten selbst berichtet werden können. Sektorenübergreifende Patientenbefragungen stellen daher eine essentielle Datenquelle für ein Qualitäts-Monitoring dar. Im §137a SGB V hat der Gesetzgeber festgelegt, zur Messung und Darstellung sektorenübergreifender Versorgungsqualität ein indikatorenbasiertes Messkonstrukt zu entwickeln und dieses durch Patientenbefragungen zu ergänzen. Ein möglicher Ansatz ist die Linkage von Patientenbefragungsdaten und klinischen Routinedaten. Die sektorale Trennung betrifft aber auch auf die Datenverfügbarkeit von Routinedaten: Daten stehen in unterschiedlicher Struktur und Güte, oftmals verzögert und in unterschiedlichen Datenquellen zur Verfügung. Beim Zusammenführen der Daten bestehen neben Fragen des Datenschutzes auch Probleme der Interoperabilität aufgrund verschiedener, inkompatibler Standards. Im BMBF-Vorhaben INFOPAT (Informationstechnologie für eine patientenorientierte Gesundheitsversorgung in der Metropolregion Rhein-Neckar) wird die Grundlage für ein Qualitäts-Monitoring basierend auf einer elektronischen Patientenakte interprofessionell entwickelt.

Hierzu wurde ein iteratives Forschungsdesign gewählt, das soziale Anforderungen und die technische Entwicklung wechselseitig einbezieht. Zur Demonstration der Machbarkeit eines Qualitäts-Monitoring wird am Beispiel der Versorgung von Menschen mit Darmkrebs ein bestehendes Messkonzept adaptiert und eine IT-Infrastruktur entwickelt, um Daten aus Patientenbefragungen und Routinedaten auf Basis eines Data-Warehousing zusammenzuführen. Datenquelle für das Qualitäts-Monitoring ist eine parallel entwickelte Patientenmoderierte Elektronische Patientenakte (PEPA). Die Patientenbefragungen werden mittels der PEPA durchgeführt. Die qualitätsrelevanten Routinedaten liegen in der PEPA in Form von Dokumenten vor. Die Daten werden – perspektivisch nach Einverständnis der Patienten – in ein Data Warehouse transferiert und anhand des Messkonzeptes standardisiert verknüpft, analysiert und ggfs. berichtet.

Qualitätskonzept

Das Messkonzept umfasst zur Demonstration zehn exemplarische Qualitätsindikatoren und Daten aus Patientenbefragungen zu (1) Patientenerfahrungen (patient experiences), (2) Patientenberichteten Outcomes (PRO) und (3) Lebensqualität.

IT Umsetzung

Zur Durchführung der Patientenbefragungen wurde ein Fragebogenmodul im Patientenportal der PEPA umgesetzt. Patienten erhalten Benachrichtigungen über neue Fragebögen, die zum Ausfüllen bereitgestellt werden. Nach dem Ausfüllen wird aus den Antworten ein CDA generiert und dieses in die PEPA eingestellt. Aus der PEPA werden neue Fragebögen geladen, pseudonymisiert (bei einem Datentreuhänder) und in eine Forschungsplattform zum Zweck des Qualitätsreporting übermittelt. Die Übermittlung erfolgt über offene standardisierte Schnittstellen (IHE XD*). Über das Fragebogenmodul findet auf demselben Weg auch strukturierte Dokumentation über Formulare den Weg in die Forschungsplattform.

Unter Berücksichtigung der formalen und methodischen Hürden, die bei der sektorenübergreifenden Daten-Linkage momentan bestehen, können das Potential und die Grenzen einer PEPA-basierten Umsetzung eines Qualitätsmonitoring aufgezeigt werden.

 

Erstautor: Dr. Stefan Nöst (Universitätsklinikum Heidelberg)

Kongress

Qualität als Managementziel – Was kann die IT als Beitrag leisten?

26. April 2017
12:00 - 12:20 Uhr

Kongresssaal A

Das Krankenhausstrukturgesetz macht das Thema Qualität zu einem bestimmenden Faktor im Krankenhausbereich. Die Qualität ist als Begriff unbestimmt und bedarf der Definition – ist aber positiv besetzt und deswegen als Vehikel für viele Dinge nutzbar.  Am schwierigsten werden Konkretisierungen von Qualität beim Thema der Ergebnisqualität. Gleichzeitig ist die Ergebnisqualität für den Patienten das wirklich Wichtige.

Im Klinikum Itzehoe ist in 2016 die Entscheidung für den Beitritt zu IQM gefallen. 6 von 10 Chefärzten lassen sich zum Peer ausbilden.

Die Definition von „Prozessqualität“ ist nicht einfach, aber leichter lösbar als bei der Ergebnisqualität. Gefahr besteht im Verfallen auf bürokratischen Vorschriften und Personalmindeststandards (Level 1 Intensiv).  Eine Strukturqualität ist am leichtesten zu definieren und ein gut geeignetes Vehikel zur Flankierung von krankenhausplanerischen Maßnahmen und Absichten.

Die anspruchsvolle Aufgabe besteht darin, dem Management Informationen zu Themen zur Verfügung zu stellen, die zum Teil noch gar nicht richtig greifbar sind. Zum Teil sind sie auch (noch) nicht vom GBA bearbeitet. Zusammen mit dem klassischen Risikomanagement und dem sich in vielen Fällen erst entwickelnden klinischen Risikomanagement muss eine Gesamtschau auf die unterschiedlichen Entwicklungen, Risiken und Aktionsfelder für das Management angeboten werden. Dabei wird das Kunststück darin bestehen, hochkomplexe Sachverhalte und Zusammenhänge in überschaubarer Form abzubilden.

Kongress

IT-Vernetzung zwischen Pflegeeinrichtung und niedergelassenen Hausärzten im Rahmen des Projekts

26. April 2017
12:10 - 12:30 Uhr

Kongresssaal C

Der Daten- und Informationsaustausch zwischen Haus-, Fachärzten & Pflegekräften ist eine zentrale Herausforderung bei der Betreuung pflegebedürftiger Patienten. Um den Gesundheitszustand der Patienten besser zu überwachen und den Informationsfluss zwischen den Akteuren zu verbessern, führt die MicroNova AG für die Ärztegenossenschaft Westfalen-Lippe ein Pilotprojekt zur Vernetzung von Pflegeeinrichtungen und niedergelassenen Ärzten durch.

Die größte Hürde für eine kontinuierliche und adäquate Versorgung chronisch kranker Patienten in stationären Pflegeeinrichtungen ist die räumliche & zeitliche Distanz zum behandelnden Arzt. Zudem erschweren fehlende Schnittstellen zwischen den Praxisverwaltungssystemen (PVS) der versorgenden Haus- & Fachärzte sowie der Pflegeeinrichtung den Informationsaustausch. Die Konsequenz sind zahlreiche, häufig vermeidbare Krankenhauseinweisungen mit allen verbunden Folgen.

Um diese Situation zu verbessern, hat die Ärztegenossenschaft Westfalen-Lippe das Projekt „senimed-it“ ins Leben gerufen. Hauptziel ist eine IT-Vernetzung zwischen Hausarzt, Facharzt und Pflegeeinrichtung als intersektorale Schnittstellenoptimierung zur strukturierten und optimierten Patientenversorgung in stationären Pflegeeinrichtungen.

Im Rahmen des Projekts wurden fünf Pflegeeinrichtungen und zehn niedergelassene Ärzte mit Hilfe der MicroNova-Vernetzungslösung ViViAN vernetzt. Interdisziplinär abgestimmte Informationsmodule und ein Arzneimittelmanagement sorgen für eine optimal aufeinander abgestimmte Versorgung der Bewohner der Pflegeeinrichtungen. Die vorhandenen Pflegedokumentations- und Praxisverwaltungssysteme konnten dabei beibehalten werden.

Folgende Vorteile haben sich aus der digitalen Vernetzung ergeben:

  • Optimierte und strukturierte Überwachung der Krankheitsverläufe und Vermeidung von Komplikationen
  • Entlastung von Pflegepersonal in den Heimen und medizinischem Fachangestellten in den Praxen durch Online-Verfügbarkeit der jeweiligen Dokumentationen
  • Frühwarnsystem durch zentralen Medikamenteninfoplan
  • Vorbereitung und Effektivitätssteigerung interdisziplinärer Pflegeheimvisiten (u. a. mit Apothekern und Fachärzten)
  • Vermeidung unnötiger Krankenhauseinweisungen
  • Optimierung des Überleitungs- und Entlass-Managements

Kongress

Management und IT-Management auf Konzern- und Klinikebene

26. April 2017
12:20 - 12:40 Uhr

Kongresssaal A

  • Darstellung der besonderen Situation eines privaten Konzerns mit entsprechender Fokussierung
  • Auswirkungen auf die allgemeine IT Strategie
  • Auswirkungen auf die IT gestützten Managementtools
  • Erwartete Veränderungen durch KHSG (aber natürlich auch der Änderungen im Psych Bereich)
  • Reporting von Qualitätsinformationen / -indikatoren

Kongress

Krisendienst 2.0 – Online-Vernetzung für den Krisendienst Psychiatrie in der Leitstelle des kbo-Isar-Amper-Klinikums

26. April 2017
12:20 - 12:45 Uhr

Kongresssaal B

Der psychiatrische Krisendienst der Kliniken des Bezirks Oberbayern (kbo) nutzt die samedi®-Software zur Optimierung des Workflows und strukturierten, übersichtlichen Zusammenarbeit mit Leistungserbringern im eigenen Psychotherapie-Netzwerk. Das Teilen und Bearbeiten von ca. 100.000 Formularen im Netzwerk wird durch die webbasierte Lösung ohne zusätzliche Installation ermöglicht - mit der samedi Verschlüsselungstechnologie zur Sicherstellung der ärztlichen Schweigepflicht. Durch die vereinfachte Koordination übergreifender Behandlungspfade von ca. 60.000 Patienten werden Fehler minimiert und eine lückenlose Informationsweitergabe unterstützt.

Bis vor kurzem nutzte die kbo MS-Access zur Verwaltung von ca. 100.000 Formularen und 60.000 Patientendaten. Die Koordination der Behandlungsabläufe zwischen den beteiligten Institutionen (Sozialpsychiatrische Dienste, Psychiatrische Institutsambulanzen, Arztpraxen und Heime) gestaltete sich unübersichtlich und war daher nicht nur zeitaufwändig, sondern auch noch sehr fehleranfällig. Um die intersektorale Zusammenarbeit maßgeblich zu verbessern, wurde nach einer webbasierten Lösung gesucht, die den Workflow optimal unterstützt und die sichere Weitergabe aller wichtigen Informationen garantiert.

Die spezifischen Anforderungen des Krisendienstes erforderten eine individuelle, nach eigenen Vorgaben konfigurierte IT-Lösung. Die Leitstelle (Krisendienst) vom kbo verfügt über eine Telefonanlage und die Software samedi® Comfort-Managed-Care über den samedi-Webbrowser/App. Wenn ein Patient anruft, dann öffnet sich der Patient im Patienten-Formularbereich aufgrund der Telefonnummer.

Beschreibung der Lösung:
1) Der Krisendienst

  • dokumentiert grundlegende Änderungen im Stammblatt
  • erstellt und bearbeitet Formulare
  • gibt Formulare an Leistungserbringer frei
  • dokumentiert Kurztelefonate in der patientenunabhängigen Telefonliste
  • generiert wöchentliche Tätigkeitsübersichten aller Screening-, Einsatz- und Verlaufskontakte
  • bucht Patiententermine bei SPDi mit direkter Informationsweitergabe an den Patienten

2) Die SPDi

  • erhalten Zugriff auf das Patientenstammblatt
  • legen Patientenformulare an und geben diese an die kbo-Leitstelle frei
  • stellen dem Krisendienst Termine zur Online-Buchung ein

3) Die PIA sowie andere Ärzte und Dienstleister:

  • erhalten eingeschränkten Lese-Zugriff auf das Patientenstammblatt und andere Formulare

Kongress

Pflegefachsprache als Voraussetzung für Überleitungsmanagement

26. April 2017
12:30 - 12:50 Uhr

Kongresssaal C

Ein lückenloser Informationsfluss über die Sektorengrenzen und verschiedenen Professionen des Gesundheitswesens hinweg ist notwendig, um die Kontinuität und damit Qualität in der Patientenversorgung zu gewährleisten. Allerdings sind auch innerhalb der Sektoren Medienbrüche vorhanden, die durch eine Vielzahl von heterogen vorliegenden Daten (strukturiert und unstrukturiert) entstehen. Hinzu kommt, dass auch im Gesundheitswesen die zu verarbeitende Datenmenge in unvorhersehbarem Umfang durch neue therapeutische und diagnostische Verfahren steigt. Das hat zur Folge, dass es immer schwieriger ist, Informationen wieder aufzufinden, zu organisieren und zu verwalten. Um diese Datenmengen brauchbar zu verwenden, müssen sie verständlich und handhabbar sein, beispielsweise durch Darstellung sogenannter wertvoller relevanter Daten.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Wie können IT-Systeme die Pflegenden bei der Überleitung in einen anderen Sektor unterstützen. Neben dem Aspekt der funktionalen Interoperabilität, auf den hier nicht weiter eingegangen wird, ist ein wesentlicher Aspekt, dass die pflegerischen und auch medizinische Daten – soweit diese durch die Pflege dokumentiert werden – strukturiert, einwandfrei, nachvollziehbar und dokumentierbar zur Verfügung gestellt werden, um die Anzahl unstrukturierter Daten  möglichst gering zu halten und relevante Daten filtern zu können.

Wenn mit Hilfe der IT sektorenübergreifend kommuniziert und die notwendigen Daten und Informationen zur Pflege und Betreuung der Patienten in allen Sektoren bereit gestellt werden sollen, ist eine sinnvolle Einbindung von (Pflege)Klassifikationen/-terminologien, also Fachsprachen, in IT-Systemen unabdingbar. Bei der zunehmenden Menge an Daten geht es zudem nicht nur darum, dass diese Daten in strukturierte Form vorliegen, sondern auch darum, dass die Daten gefiltert angezeigt werden, bezogen beispielsweise auf die nachsorgende Einrichtung, den Patienten, den speziellen User usw. Voraussetzung dafür ist die Verwendung semantischer Technologien.

Vor diesem Hintergrund hat die atacama Software GmbH schon vor geraumer Zeit begonnen die Pflegeklassifikation apenio in eine semantische Struktur zu überführen. Damit werden verschiedenen Ziele verfolgt, die u.a. auch Voraussetzungen für das Überleitungsmanagement sind. Zum einen wird das kontrollierte und von Pflegeexperten und Linguisten gepflegte Fachsprachenvokabular in Form von zusammengehörenden Themen repräsentiert. Durch die semantische Struktur werden wichtige Themenbereiche der Pflege nicht in verschiedene Ordnerstrukturen verstreut, sondern sind aus verschiedenen Kontexten heraus erreichbar. So lassen sich viele verschiedene Ordnungsdimensionen miteinander kombinieren ohne redundant angelegt zu sein. Für den User bedeutet das, auf der Basis des semantischen Netzes werden ihm die relevanten Ergebnisse für diesen Patienten, für diesen Nutzer, für diese nachsorgende Einrichtung usw. geliefert. Darüber hinaus ermöglicht die semantische Suche die Einbeziehung von Synonymen und die Anwendung vorhandenen Hintergrundwissens. So wird beispielsweise bei dem Suchbegriff „Lungenkrankheit“ nicht nur die für die Pflege relevante Phänomene „Atemzustand“, „Sekretansammlung“, „Atemnot“ usw. angezeigt, sondern beispielsweise auch Beeinträchtigungen im Bereich der Selbstpflege uvm.

Bei dem Überleitungsmanagement geht es nicht nur darum Daten von A nach B zu übermitteln und dafür die entsprechenden Schnittstellen und damit funktionale Interoperabilität bereit zu stellen und den e-Pflegebericht umzusetzen, sondern auch darum eine eindeutige, nachvollziehbare und strukturierte Fachsprache zu verwenden, die im Zusammenhang mit einem semantischen Netz den Usern in allen Sektoren deutlich mehr Nutzen verspricht.

Partnerveranstaltung

Lunchtalk „Komponenten für eine vernetzte Versorgung“

26. April 2017
12:30 - 13:15 Uhr

Gemeinschaftsstand Berlin/Brandenburg - Halle 3.2 - Stand D-104

Veranstalter:

Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH

Kongress

keep it simple - Unternehmenssteuerung mittels weniger Kennzahlen

26. April 2017
12:40 - 13:00 Uhr

Kongresssaal A

Strategie "first" - ein erfolgreiches Unternehmen braucht eine klare Strategie und konkrete Ziele. Zur Erreichung der ökonomischen Ziele liefern Erfolgs- und Bilanzkennzahlen, Liquiditäts- und Controllingkennzahlen, Personal-, und Prozesskennzahlen wichtige Informationen zur Steuerung eines Unternehmens. Mit einer klaren Strategie und mit der Fokussierung auf wenige Kennzahlen steuern die Wertachkliniken seit Jahren auf Erfolgskurs.

Kongress

Abschlussdiskussion mit allen Referenten

26. April 2017
12:45 - 13:00 Uhr

Kongresssaal B

Kongress

Abschlussdiskussion mit allen Referenten

26. April 2017
12:50 - 13:00 Uhr

Kongresssaal C

Kongress

Ausführliche Abschlussdiskussion mit allen Referenten

26. April 2017
13:00 - 13:30 Uhr

Kongresssaal A

Podiumsdiskussion/ Präsentation

AMTS – Produktinfo 4.0

26. April 2017
13:00 - 14:00 Uhr

Networkingfläche, Halle 3.2

Veranstalter:

Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V. und Bundesverband Deutscher Apotheken-Softwarehäuser e. V. (ADAS)

Podiumsdiskussion/ Präsentation

eHealth-Slam 2017

26. April 2017
13:00 - 14:00 Uhr

Networkingfläche, Halle 4.2

Veranstalter:

Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V. und Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie e. V. (GMDS)

Messeführung

Interoperabilität - FHIR (HL7)

26. April 2017
13:00 - 14:00 Uhr

bvitg-Stand C-117, Halle 4.2

Veranstalter:

Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V.

Karriere

conhIT-Nachwuchspreis 2017

26. April 2017
13:00 - 14:30 Uhr

Karriere-Fläche, Halle 2.2

Veranstalter:

conhIT - Connecting Healthcare IT

Exkursion

MACSS (Medical Allround-Care Service Solutions) in der Nephrologie

26. April 2017
13:00 - 16:00 Uhr

Charité – Berlin, Campus Mitte – Klinik für Nephrologie

Veranstalter:

Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH

Business Meeting

conhIT-Business Meetings 2017

26. April 2017
13:00 - 18:00 Uhr

Business Meeting-Fläche, Halle 4.2

Veranstalter:

Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH – Enterprise Europe Network Berlin-Brandenburg

Partnerveranstaltung

IuiG-Initiativ Ratssitzung

26. April 2017
13:30 - 15:00 Uhr

Raum Lindau 4, Meeting Bridge A, Halle 2.2

Veranstalter:

IuiG-Initiativ-Rat

Partnerveranstaltung

Praxisseminar AMTS: closed loop medication mit ID DIACOS® PHARMA/ID MEDICS®

26. April 2017
13:30 - 15:30 Uhr

Raum Passau 2

Veranstalter:

ID Information und Dokumentation GmbH & Co. KGaA

Partnerveranstaltung

Jahrestreffen OR.NET e. V.

26. April 2017
13:30 - 16:30 Uhr

Kongresssaal C

Veranstalter:

OR.NET e. V.

mobile health ZONE

AppCircus Competition: Award of the Best Health App

26. April 2017
14:00 - 15:30 Uhr

mobile health ZONE, Halle 2.2

Host:

AppCircus

Partnerveranstaltung

Design Thinking kennenlernen

26. April 2017
14:00 - 17:00 Uhr

Raum Weimar 1, Meeting Bridge, Halle 4.2

Veranstalter:

User Interface Design GmbH

Podiumsdiskussion/ Präsentation

focus „Brennt FHIR auch in Deutschland?“

26. April 2017
14:15 - 15:15 Uhr

Networkingfläche, Halle 4.2

Veranstalter:

AG Interoperabilität des Bundesverbands Gesundheits-IT – bvitg e. V.

Messeführung

Patient Empowerment

26. April 2017
14:15 - 15:15 Uhr

bvitg-Stand C-117, Halle 4.2

Veranstalter:

Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V.

Podiumsdiskussion/ Präsentation

Innovationssession 2017

26. April 2017
14:15 - 15:30 Uhr

Networkingfläche, Halle 3.2

Veranstalter:

Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V. und Deutsche Gesellschaft für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie (GMDS) e. V.

Workshop

Die elektronische Patientenakte kommt! Ist das deutsche Gesundheitswesen bereit?

26. April 2017
14:30 - 17:00 Uhr

PR-Raum, Halle 1.2

Veranstalter:

Bundesverband Gesundheits-IT bvitg e. V und Dirk Heidenblut, MdB

Karriere

Karriere-Workshop

26. April 2017
14:45 - 15:45 Uhr

Kongresssaal B

Veranstalter:

conhIT - Connecting Healthcare IT

Messeführung

Intelligente Assistenzsysteme & PHealth

26. April 2017
15:30 - 16:30 Uhr

bvitg-Stand C-117, Halle 4.2

Veranstalter:

VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V.

mobile health ZONE

Digital Health Startup Showcase

26. April 2017
15:45 - 16:45 Uhr

mobile health ZONE, Halle 2.2

Veranstalter:

Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH und Health 2.0. Berlin 

Podiumsdiskussion/ Präsentation

IT-Sicherheit – Auf die Software kommt es an?!

26. April 2017
15:45 - 16:45 Uhr

Networkingfläche, Halle 3.2

Veranstalter:

Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V.

Podiumsdiskussion/ Präsentation

Opportunitätskosten des Stillstands: Nutzen aus eHealth

26. April 2017
15:45 - 16:45 Uhr

Networkingfläche, Halle 4.2

Veranstalter:

Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V.

Messeführung

PEPA – Vernetztes Gesundheitswesen in der Hand des Patienten

26. April 2017
15:45 - 16:45 Uhr

bvitg-Stand C-117, Halle 4.2

Veranstalter:

Universitätsklinikum Heidelberg

Karriere

Karriere-Speed Networking

26. April 2017
16:00 - 17:30 Uhr

Karriere-Fläche, Halle 2.2

Veranstalter:

conhIT - Connecting Healthcare IT

Messeführung

Apps & Wearables

26. April 2017
16:45 - 17:45 Uhr

bvitg-Stand C-117, Halle 4.2

Veranstalter:

Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V.

mobile health ZONE

Inkubatoren und Akzeleratoren als Teil des eHealth-Ökosystems

26. April 2017
17:00 - 18:00 Uhr

mobile health ZONE, Halle 2.2

Veranstalter:

Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V. und Bundesverband Internetmedizin e. V.

Podiumsdiskussion/ Präsentation

Intelligente Assistenzsysteme und personalisierte Technik

26. April 2017
17:00 - 18:00 Uhr

Networkingfläche, Halle 3.2

Veranstalter:

VDE Verband der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V.

Podiumsdiskussion/ Präsentation

Unternehmenserfolg durch optimalen IT-Einsatz – Vorstellung der fünf IT-Schlüsselthemen 2016

26. April 2017
17:00 - 18:00 Uhr

Networkingfläche, Halle 4.2

Veranstalter:

ENTSCHEIDERFABRIK

Partnerveranstaltung

Länderempfang Berlin-Brandenburg

26. April 2017
17:45 - 19:45 Uhr

Gemeinschaftsstand Berlin/Brandenburg - Halle 3.2 - Stand D-104

Veranstalter:

Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH

Abendveranstaltung

Gala des Bundesverbands Gesundheits-IT – bvitg e. V.

26. April 2017
19:30 - 23:30 Uhr

Bolle Festsäle

Veranstalter:

Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V.

Abendveranstaltung

conhIT-Party 2017

26. April 2017
- 27. April 2017 22:00 - 05:00 Uhr

FELIX ClubRestaurant, Behrenstraße 72, 10117 Berlin

Veranstalter:

conhIT - Connecting Healthcare IT

27. April 2017

Akademie

PDMS für Intensivstation und Anästhesie erfolgreich einführen und betreiben

27. April 2017
09:00 - 13:00 Uhr

Akademieraum, Halle 2.2

Kongress

Analytische Vorhersagen zur Minimierung der MDK-Prüfquote

27. April 2017
09:30 - 09:50 Uhr

Kongresssaal B

Anfragen vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) verursachen in Krankenhäusern grundsätzlich Kosten und sind zudem mit hohem Zeitaufwand für die Bearbeitung verbunden. Je höher die Prüfquote, umso mehr kann dies zu einem wirtschaftlichen Problem des Krankenhauses werden. Hilfreich wären Methoden, die dem Krankenhaus helfen, die Wahrscheinlichkeit einer MDK-Prüfung vorherzusagen, um die Prüfquote zu senken.
Die vorgestellte Methode identifiziert sogenannte Prüfmuster und verknüpft diese mit der Wahrscheinlichkeit für eine Intervention der Krankenkasse auf Basis von historischen Abrechnungs- und Prozessinformationen. Die Prüfwahrscheinlichkeit in Bezug auf einen
konkreten Behandlungsfall kann beispielsweise direkt in eine Kodierlösung implementiert und dort angezeigt werden. So könnte diese Lösung nahtlos in die Dokumentationsprozesse integriert, die Komplexität reduziert sowie eine intuitive und zeitsparende Nutzung ermöglicht werden.

Kongress

Die digitale Transformation des Gesundheitswesen findet bereits statt – aber Zuhause und nicht in den Institutionen

27. April 2017
09:30 - 09:50 Uhr

Kongresssaal C

Das Gesundheitswesen geht derzeit durch einen großen Veränderungsprozess. Die Auslöser dieser Veränderungen lassen sich vereinfacht in drei Dimensionen einteilen:

A) Endverbrauchererwartung

Wer kenn den Satz nicht: „Zu Risiken oder Nebenwirkungen ....“ in der Realität fragen aber immer mehr Patienten das Internet und die junge Generation („Millenials”) ist bereit gesundheitsbezogene persönliche Daten auszutauschen, um einen besseren Therapieerfolg zu ermöglichen. Die Patienten fordern und erwarten von allen Akteuren im Gesundheitswesen mehr und bessere Dienstleistungen und Informationen. Gleichzeitig steigt das Gesundheitsbewusstsein und die Bereitschaft durch Verhaltensanpassungen einen positiven Verlauf auf die eigene Therapie zu nehmen. Gerade dazu werden mehr und besser unterstützende digitale Dienste und Lösungen von den Patienten selbst eingefordert.

B) Technologische Innovation

Fortschritte in der Informationstechnik als auch der Gentechnik ermöglichen heute ein gänzlich neues, individualisiertes Verständnis von Zusammenhängen zwischen Krankheit, Verhalten, genetischer Disposition und möglicher Therapie. Eines der prominentesten Beispiele ist die personalisierte Krebsimmuntherapie (personalised cancer immunotherapy - PCI). Vereinfacht ausgedrückt werden dabei für einen Krebspatienten dessen körpereigenen T-Helferzellen des Immunsystems extrahiert, analysiert, gentechnisch variiert, vermehrt und dem Patienten als Therapeutikum verabreicht. Damit werden Arzneimittelhersteller unmittelbar zu Dienstleistern am Patienten

In der Medizintechnik werden die Geräte leistungsfähiger, verbunden mit dem Internet, kleiner und günstiger und erschließt ein neues Kundenfeld – den Patienten selbst. So können heute beispielsweise COPD-Erkrankte nicht nur Ihren Blutsauerstoffgehalt überwachen sondern gleichzeitig auch mobil ihr Lungenvolumen durch die Nutzungen kleinster Spirometer überwachen.

Auf Basis dieser Innovationen werden nun andere, gänzlich neue Therapiemöglichkeiten erschlossen. Diese bedürfen aber neben der Arzneimittel und der technischen Hilfsmittel zusätzliche digitale und mobile Anwendungen für den Patienten. Diese ermöglichen dem Patienten seinen persönlichen Gesundheitsstatus unmittelbarer zu erleben und dadurch stärkeren Einfluss auf sein individuelles Verhalten zu nehmen.

C) Regulatorische Neuerungen

Gesetzgeber rund um den Globus sehen sich im Gesundheitswesen dauerhaft steigenden Kosten gegenüber. Vermehrt werden sowohl von staatlichen Stellen als auch von privaten Krankenversicherungen präventive als auch ergebnisorientierte Maßnahmen gefordert.

Bei der Neuzulassung von Medikamenten findet sich in der Nutzenbetrachtung immer häufiger eine Reduktion der Kosten durch Verschiebung von Therapien aus der stationären in ein ambulantes oder sogar das häusliches Umfeld. So finden zum Beispiel aktuell immer mehr Krebsmedikamente in den Markt, die anstelle einer ambulanten intravenösen Gabe die orale Einnahme zuhause ermöglichen.

FAZIT – neue digitalen Dienste kommen und sie kommen schneller durch Consumer IT Patienten wollen digitale Dienste und sie wollen diese schnell sofern sie Ihnen direkt Mehrwert liefern. Und sie wollen diese Dienste einfach – integriert in das was Patienten kennen: Ihr Mobiltelefon, das Internet und die sozialen Kanäle.

Pharmazeutische- und Medizintechnische Industrie entwickeln personalisierte Produkte und suchen dazu den direkten Patientenzugang insbesondere durch digitale Dienste auf Basis von Consumer IT Regulierer verstärken die Verschiebung der Therapie in den häuslichen Bereich.

Im Vortrag selbst wird die Digitale Transformation „zuhause“ entlang der drei Dimensionen dargestellt, und beispielhafte neue digitalen Dienste gemeinsam mit  Unternehmen aus dem Bereich der Pharmazie und Medizintechnik vorgestellt.

Kongress

Wie man ein KIS forschungs-fit macht – Erfordernisse, Konzepte, Beispiele

27. April 2017
09:30 - 09:50 Uhr

Kongresssaal A

Moderne Krankenhäuser aller Versorgungsstufen beteiligen sich an der medizinischen Forschung und überführen wissenschaftliche Erkenntnisse zurück in die Praxis, sei es aus Effizienz-, Qualitäts- oder wirtschaftlichen Gründen. KIS und deren Anbieter, üblicherweise auf Dokumentationspflichten, Effizienz der Routineprozesse und Abrechnung fokussiert, unterstützten diesen Aufgabenbereich Ihrer Anwender bisher nur minimal; eine umfassende Unterstützung bedeutet nämlich nicht nur die Abbildung relevanter Informationen und Funktionen im KIS, sondern vor allem auch die Integration von Forschungs-(relevanten) Systemen, was mit entsprechenden Aufwänden verbunden ist. Aktuelle Forschungsvorhaben im Bereich der Medizinischen Informatik betonen diese Anforderungen, Gesetze wie das "E-Health-Gesetz" schaffen neue Rahmenbedinungen, die zu einer Steigerung der Strukturierung von Patientendaten und verstärkten Vernetzung von Gesundheits-IT-Systemen führen. In diesem Kontext kann und sollte die Abbildung und Integration forschungsrelevanter Daten, Funktionen und Systeme (mit) umgesetzt werden.


In dem Vortrag wird aufgezeigt, welche Erfordernisse verschiedene Anwender und Systeme im Kontext der klinischen Forschung an ein KIS üblicherweise haben und mit welchen Konzepten diese adressiert werden können. Beispiele aus der Praxis sollen zeigen, wie diese Konzepte in bestehende KIS so integriert werden können, dass die Routineversorgung und Kernaufgaben des KIS weiterhin störungsfrei gewährleistet sind.


In der Diskussion und im Ausblick wird erörtert, an welchen Stellen Potentiale zur Standardisierung existieren und welche Herausforderungen KIS-Hersteller in der Zukunft aus Sicht der klinischen Forschung erwarten können.

Kongress

Session 13 | Innovative Healthcare IT

27. April 2017
09:30 - 11:00 Uhr

Kongresssaal A

Kongress

Session 14 | Erlössicherung durch IT-gestütztes Management

27. April 2017
09:30 - 11:00 Uhr

Kongresssaal B

Kongress

Automatisierte Pflegekomplexmaßnahmen-Score: Berechnung und Dokumentation mittels semantischer Technologien

27. April 2017
09:50 - 10:10 Uhr

Kongresssaal B

Seit Einführung der PKMS stehen die betroffenen Akteure unter Druck die Punkteerfassung valide und vollständig vorzunehmen. Dieser erhöht sich durch steigende Komplexität und zunehmende Bedeutung für die Erlöse. Für Softwarehersteller stellt sich die Frage, wie die Akteure entlastet werden können. Die atacama Software GmbH überprüfte mögliche Technologien und entwickelte eine autonome Berechnung der PKMS aus der Patientendokumentation apenio®.

Mit der Dokumentation hochaufwändiger Pflege und ihrer adäquaten Berücksichtigung in den DRG begannen auch Bemühungen PKMS weiter zu verbessern. Die Erhöhung des Pflegeanteils in den DRG und die Erweiterung um weitere Bereiche tragen dazu bei, die Relevanz der Pflege für die Erlöse zu erhöhen. PKMS als Parameter zur Bestimmung der Erschwernisfaktoren hebt seine Bedeutung an sich. So stehen die Anwender unter höherem Druck, die Punkterfassung optimal und vor allem übersichtlich vorzunehmen, um so die Erlöse nach der Prüfung durch den MDK auch zu realisieren. Gleichsam erhöht sich mit jeder Erweiterung die Komplexität der Dokumentation. Es stellte sich die Frage, inwieweit Dokumentationssysteme weiterentwickelt werden können, sodass unnötige Dopplungen vermieden, Berechnungen und Berichte automatisiert werden können.

Wird zur digitalen Dokumentation eine Klassifikation eingesetzt, so besteht die Möglichkeit diese logisch mit den PKMS zu verknüpfen. Ein semantisches Netz, welches Konzepte der Klassifikation apenio® in Beziehung setzt, stellt ein geeignetes Werkzeug dar. Voraussetzung war zunächst eine höhere Granularität als die der PKMS zu gewährleisten. Weiterhin wurde das zu Grunde liegende semantische Netz zu einem Petrinetz erweitert, welches neben logischen Ausdrücken auch Arithmetik ausführen kann, die für die Prüfung auf PKMS notwendig ist.

Kongress

Das Smartphone des Patienten in der Klinik IT

27. April 2017
09:50 - 10:10 Uhr

Kongresssaal C

Ein gut informierter Patient wird heute als entscheidender Erfolgsfaktor für einen umfassenden Behandlungserfolg gesehen. Dafür ist es wichtig das Patienten ihnen vorliegende Informationen zum  Klinikaufenthalt mitbringen und später berichte und Befunde auch wieder mitnehmen können. Das Patientenrechtegesetzt billigt dem Patienten sogar explizit das Recht zu Kopien von Dokumenten zu erhalten, im Falle von Unterlagen im Zusammenhang mit der Aufklärung sogar kostenfrei. Genutzt werden dafür häufig CD-Roms, während die dafür notwendigen Laufwerke in den Consumer-PCs und Laptops der Patienten immer häufiger gar nicht mehr verbaut werden. Es bleibt der - in der Masse dann recht teure - USB-Stick und der drängende Wunsch der Patienten, dass es doch bei alle der Technik in der Klinik möglich sein muss Informationen und Dokumente an sein Smartphone zu senden.

Was für den Patienten einfach klingt, stellt die Klinik-IT vor eine Menge Herausforderungen. Die Schnittstellen der KIS-Netzte müssten auch nach außen geöffnet werden. E-Mails müssten sicher verschlüsselt sein, gleichzeitig aber vom Patienten vollkommen intuitiv und ohne Technikhürde wieder entschlüsselt werden können. Whatsapp geht nicht, ein sicheres „Whatsapp“ gibt es vielleicht, der Patient hat es aber mit Sicherheit nicht.

Am Beispiel der mobilen Patientenaufklärung in Kombination mit der Patientenapp LifeTime zeigt dieser Vortrag wie Patientenanamnesedaten und Vorbefunde bereits vor dem ersten Klinikbesuch erhoben und anschließend sicher mit der Klinik ausgetauscht und im weiteren Prozess der innerklinischen Abläufe genutzt werden können. Genutzt wird dazu das Smartphone des Patienten mit einem beliebigen Betriebssystem. Über die gleiche Technologie können auch die unterschriebenen Aufklärungsbögen dem Patienten als seine „Kopie“ elektronisch übergeben werden. So behält der Patient den Überblick über seine Gesundheit und eine komplette medizinische Historie ist auch sektorübergreifend nutzbar.

Am Beispiel einer Patientenjourney eines Hamburger Patienten zeigen wir die Vorgehensweise aber auch die Herausforderungen, die mit der Nutzung des Patientensmartphones für die klinische IT verbunden sind.

Der Vortrag wird begleitet von den beiden Gründern der LifeTime App Dr. med. Johannes Jacubeit und Matthias Lau.

Kongress

MDK-Prüfungen nach der neuen Prüfverfahrensvereinbarung – Fristeinhaltung mittels einer eHealth-Plattform

27. April 2017
10:10 - 10:30 Uhr

Kongresssaal B

The new examination procedure agreement (PrüfvV) comes into force on 1 Jan. 2017, which requires not only a dialogue with the health insurance schemes but also the electronic transfer of documentation with the medical services of the health insurance schemes (MDK). The economic consequences of this process can be easily deduced against the background of the 12-15% of MDK examinations of all intensive care cases in German clinics. (1)

PrüfvV allows clinics a fixed period of 8 weeks to submit patient documents. The clinics are facing the challenge of putting together the relevant documents for the MDK examinations from a heterogeneous range of documents, with several IT systems and a continuing high volume of documentation on paper. On the other hand there is still no standardised specification for the transfer of documents in accordance with §11 Abs.  2 PrüfvV. Whereas one working party comprising several MDKs prefers a portal solution plus web service for uploading documents, other MDKs are aiming for a secure email transfer. Neither is there any agreement regarding the specifications for the data formats to be transferred. Some MDKs prefer individual (PDF) files for each document, while others favour more compact formats. Clinics therefore face the challenge of complying with all the different communication concepts from 1 Jan. 2017 in order to be able to make the required documents available to the MDK within the deadline. (2)

RZV GmbH, together with InterSystems and the Fraunhofer Institute for Software and Systems Technology, has developed an eHealth portal that allows clinics to allocate and transfer patients’ documents to the MDK. The underlying technology uses IHE profiles to connect to different primary systems and allows the automated extraction of documents from HIS, DMS and other internal IT systems in clinics. After defining the required document types such as medical certificate or care graph, this solution’s web portal permits a direct retrieval from connected primary systems and the subsequent import of selected documents to the eHealth platform. For paper documents there is the possibility of manual uploading from previously generated PDF files. Because not all the pages of a document may be needed for an MDK, PDF documents in the eHealth platform can be inspected using a viewer and divided into subsections.

Architecture in accordance with the Electronic Patient file (EFA), Specification 2.0, may be selected for external communication with the MDK. The implicit mechanisms for a temporary allocation of documents, a user administration conforming to data protection requirements, and continuous record-keeping of all measures comply with the MDK document management use case. Documents imported into the eHealth platform can be selectively marked for allocation, and a subsequent selection of the transfer automatically takes into account the communications specification from the relevant MDK. Information from the MDK such as reports about a successful transmission, or error messages, are imported into the eHealth portal and made available to clinic staff. Coloured traffic light-type markings provide clinic staff with early notification of the expiry of the transfer deadline. Lasting, safeguarded revenues through conformity with the deadlines as stated in PrüfvV can therefore be guaranteed.

An interface to the administrative MDK solutions allows the parameterised retrieval of the eHealth portal, thereby avoiding duplication of test cases. An evaluation dashboard provides clinical staff with transparency with regard to MDK management.

(1) See surveys at the start of the year by Medinfoweb (www.medinfoweb.de)

(2) The problems concerning the submission on time and proof of the documents submitted are categorised in various discussions on myDRG as relevant and presenting a risk to revenues (www.mydrg.de)

Kongress

Patienten-Apps und kein Ende: Wie kommen die Daten in die Praxis – und warum?

27. April 2017
10:10 - 10:30 Uhr

Kongresssaal A

Folgende Aspekte werden im Vortrag erörtert:

  • Will der niedergelassene Arzt die Daten aus dem Patienten-smartphone überhaupt sehen?
  • Falls er sie will: Unter welchen Bedingungen will er sie und wie? Und: Was will er nicht?
  • Welche Daten sind dies und wie können diese in der Praxissoftware abgebildet werden?
  • Wie kann eine solche Anbindung technisch aussehen? Vorstellung der Idee des "medatixx-gate"
  • Erste Erfahrungen, Hindernisse, Visionen

Kongress

Von der arztgeführten zur patientenmoderierten eAkte – PEPA in practice am Universitätsklinikum Heidelberg

27. April 2017
10:10 - 10:30 Uhr

Kongresssaal C

Am Universitätsklinikum Heidelberg wird die Umsetzung des Konzeptes für eine persönliche, einrichtungsübergreifende Gesundheits- und Patientenakte (PEPA) über eine stufenweise Einführung verfolgt. In diesem Beitrag werden verschiedene Stufen der Umsetzung vorgestellt, die zum Teil in Routine zum Teil in Forschungsprojekten erprobt werden. Erste Erfahrungen zeigen, dass große Herausforderungen anstehen – insbesondere für Ärzte und Patienten.

Das Universitätsklinikum Heidelberg beschäftigt sich seit über zehn Jahren intensiv mit der Frage, wie die Kommunikation und der Informationsfluss zwischen Ärzten und hin zu Patienten durch IT unterstützt werden kann. Dabei wird mit dem PEPA-Ansatz ein patientenmoderierter Weg verfolgt. Mangels verfügbarer IT-Produkte wurde zunächst eine arztgeführte eEPA konzipiert und in Betrieb genommen. In einem Forschungsprojekt wurde die Umsetzung der PEPA unter der Kontrolle der Patienten weiterentwickelt, um diese in der Ausübung ihrer informationellen Selbstbestimmung zu stärken.

Die PEPA-Architektur setzt auf die konsequente Verwendung von standardbasierten Lösungen und die Implementierung von IHE-Profilen. Anforderungsanalysen an das System wurden mit Ärzten und Patienten durchgeführt. Die in Forschungsprojekten getätigten Erweiterungen wurden in Feasibility-Studien mit Patienten erprobt und ausgewertet.

Für den einrichtungsübergreifenden Datenaustausch befindet sich eine eEPA im Einsatz, für die Patienten in der jeweiligen Partner-Einrichtung ihre Zustimmung zur Teilnahme geben. Die Ärzte der teilnehmenden Kliniken können Dokumente sowie Bilddaten in die eEPA senden. Konsile können über das System abgebildet werden. Ärzte haben über ein Professional-Portal die Möglichkeit, die Daten der eEPA einzusehen. Eine standardbasierte Aufrufintegration des Professional-Portals aus dem KIS der jeweiligen Einrichtung wurde implementiert.

Im Projekt INFOPAT (BMBF Gesundheitsregion der Zukunft) wurde die eEPA zu einer patientenmoderierten PEPA erweitert. Der Patient kann über ein Portal seine PEPA einsehen, Dokumente hinzufügen und zentral die Berechtigungen für eine detaillierte Zugriffssteuerung auf seine Akte vergeben. Module wie z.B. ein Medikationsmodul und ein Fragebogenmodul zur Forschungsunterstützung wurden integriert. In einem weiteren Projekt wurde eine standardisierte Schnittstelle für die Anbindung von PEPA-Apps für mobile Geräte geschaffen.

Die technische Machbarkeit konnte in den verschiedenen Ausbaustufen der PEPA gezeigt werden, da sich die Partner und Softwarehersteller der IHE-Welt öffneten und die erforderlichen Profile implementierten. Für ein Roll-Out in die Fläche sind bei einer Migration von eEPA zu PEPA das zentrale Einwilligungsmanagement sowie die Anbindung eines Provider Directories zu lösen. Primärsystemhersteller müssen die IHE-Profile konsequenter umsetzen.

Den Anforderungen aller Beteiligten gerecht zu werden, ist eine große Herausforderung. Um eine eAkte interessant für Ärzte zu gestalten, müssen schnell und möglichst automatisiert Dokumente und Bilder in diese gelangen. Allerdings gibt es Vorbehalte auf Seiten der Ärzte, wenn z.B. Patienten auf Befunde zugreifen können bevor ein Arztgespräch stattgefunden hat. Für Patienten müssen zukünftig Begleitstrukturen für medizinische Fragen geschaffen werden.

Auf dem Weg zur PEPA stehen wir in der Routine noch bei einer arztgeführten Akte, die neben Kliniken zukünftig auch niedergelassenen Ärzten die Möglichkeit zum Zugriff bietet. Die Anbindung des Patientenportals in die Routine wird in einer der folgenden Ausbaustufen angestrebt, wobei noch notwendige Strukturen etabliert sowie rechtliche und organisatorische Fragen geklärt werden müssen. Der Schutz des Patienten versus des Rechts der Patienten auf Information wird noch Thema vieler Diskussionen sein.

Kongress

Elektronische FallAkte als Instrument nachhaltiger intersektoraler Kommunikation

27. April 2017
10:30 - 10:50 Uhr

Kongresssaal A

Mit dem eHealth-Gesetz 2016 sowie dem ganz aktuellen Rahmenvertrag zum Entlassmanagement nach §39 SGB V, der ab dem 1.7.2017 gültig ist, tritt eine kontinuierliche Behandlung und Betreuung von Patienten über Sektorengrenzen hinweg in den Fokus. Aus zahlreichen nationalen wie internationalen Projekten und Modellvorhaben liegen Erfahrungen vor, wie ein intersektoraler Austausch medizinischer Daten sicher und datenschutzkonform implementiert werden kann.

Die RZV GmbH entwickelt seit zwei Jahren eine eHealth-Plattform, über die mittels internationaler Kommunikationsstandards unterschiedliche Primärsysteme angebunden und so mit externen Partnern interagiert werden kann. Aufgrund der hohen Akzeptanz bei Datenschützern bildet die Elektronische Fallakte (EFA) in der Spezifikation 2.0 den integralen Bestandteil der RZV eHealth-Plattform. Gerade die temporäre Vorhaltung und die Zweckgebundenheit der EFA wird von ihnen als sehr positiv bewertet. Um Primärsysteme anzubinden wird versucht, auf von diesen unterstützte IHE-Profile zurückgegriffen, alternativ stehen über „IHE-HL7-Wandler“ auch Routinen zur Verfügung, die über HL7-Schnittstellen eine IHE-Konformität herstellen.

Als erstes Produkt wurde auf dieser Basis eine MDK-Dokumentenlösung entwickelt, die Kliniken gestattet, gemäß geltender Prüfverfahrensvereinbarung (PrüfvV) Dokumente aus den Primärsystemen zu extrahieren und diese an den anfordernden MDK zu senden. Die Herausforderung liegt in dieser Lösung nicht nur in der Heterogenität der Systemlandschaften in den Kliniken (KIS, DMS, etc.), sondern auch in der nach wie vor nicht gegebenen einheitlichen Vorgabe für den Transfer an den MDK. So verlangen einige MDK eine Kategorisierung der zu übermittelnden Dokumente nach einem vorgegebenen Klassenregister, andere wiederum akzeptieren die ursprüngliche Benennung der Dokumente, verlangen jedoch einen sehr differenzierten Aufbau der (verschlüsselten) E-Mails. Eine MDK-übergreifende Lösung muss daher diese unterschiedlichen Spezifikationen berücksichtigen und dem Medizincontrolling damit die Arbeit abnehmen, jeweils auf die spezifische Anforderung der MDK angepasste Kommunikationswege manuell zu konfigurieren.

Kongress

Leistungsplanung und -steuerung mit Klinischen Leistungsgruppen am Beispiel eines Maximalversorgers

27. April 2017
10:30 - 10:50 Uhr

Kongresssaal B

Die Änderungen der Krankenhausfinanzierung durch das Krankenhausstrukturgesetz und der weiter steigende Wettbewerbsdruck im Gesundheitsmarkt machen eine effiziente und nachvollziehbare Leistungsplanung und -steuerung unabdingbar. Grundlage dafür sind konsistente und überschaubare Klinische Leistungsgruppen (KLGs) in Kombination mit Werkzeugen zur Planung, Analyse und Steuerung des Leistungsgeschehens. Mit dem Vortrag soll der Einsatz der KLGs am Beispiel eines Maximalversorgers vorgestellt werden.

 

Die KLGs der DRG Research Group Münster wurden parallel zur Einführung des G-DRG-Systems in Deutschland entwickelt, da G-DRGs für die Leistungsplanung und Kliniksteuerung nur bedingt geeignet sind. G-DRGs fassen Patienten mit z.T. ganz unterschiedlichen medizinischen Leistungen in einer Fallgruppe zusammen, sofern die Behandlungskosten grundsätzlich vergleichbar sind. Die konkret hinter den DRGs liegenden Leistungen können oft nicht zielgenau abgeleitet werden, was den Austausch mit den Klinikern zu Leistungs- und Patientenzahlen, Prozessen und zur Datenvalidierung erheblich erschwert. Im Gegensatz dazu fasst eine KLG Fallkollektive nach vorrangig medizinischen Kriterien zusammen, so dass das Leistungsgeschehen transparent dargestellt werden kann. Kliniker sehen das Leistungsspektrum einer Fachabteilung und die für sie nachvollziehbare Differenzierung der Leistungen, haben aber auch gleichzeitig Zugriff auf sämtliche erlösrelevanten Informationen des G-DRG-Systems.

 

Die Business Intelligence Lösung HCe® (Health Care explorer) der TIP GROUP® integriert als einzige Softwarelösung die KLGs vollumfänglich in ihr Data Warehouse und ermöglicht somit die Darstellung von Fallinformationen jederzeit in Relation zur jeweiligen KLG und G-DRG. Neben den umfangreichen Analysemöglichkeiten für operatives und strategisches Controlling bietet die Lösung eine auf den Planungsprozess optimierte Anwendung zur Leistungsplanung an, die nicht nur dem Sprachgebrauch der Kliniker entspricht, sondern auch deren gewünschte Planungsgranularität – nur so ist eine effektive Leistungsplanung und Steuerung möglich.

 

Sowohl ärztlichen als auch kaufmännischen Führungskräften des Krankenhauses werden mit den KLGs das Behandlungsspektrum und Leistungsveränderungen transparent und verständlich dargestellt. Damit steigt das Vertrauen in die Daten und das gegenseitige Verständnis für die Relevanz der steuerungsrelevanten Informationen. Anwender berichten, dass mit den KLGs ein Instrument eingeführt wurde, das Ärzteschaft und Kaufleute in der „gleichen Sprache“ diskutieren lässt. Behilflich dabei ist auch, dass die KLGs im Gegensatz zum G-DRG-System nicht einem jährlichen Umbau unterliegen, was eine Kontinuität des Berichtswesens garantiert.

 

Neue Rahmenbedingungen der Krankenhausfinanzierung durch das Krankenhausstrukturgesetz sowie die fortbestehende Problematik der Investitionskostenfinanzierung lassen den Stellenwert des Portfoliomanagements für die Krankenhäuser in den kommenden Jahren weiter steigen. Der zunehmende Wettbewerb wird dazu führen, dass die Maßnahmen zur Prozess- und Kostenoptimierungen weiter forciert werden müssen. Auch die Bedeutung der Qualität der Leistungserbringung wird durch die vom Gesetzgeber vorgesehene Einführung der qualitätsorientierten Vergütung sowie Krankenhausplanung und der damit verbundenen Qualitätstransparenz deutlich steigen. Um den damit verbundenen Ansprüchen begegnen zu können, müssen den Leistungserbringern die Kennzahlen zur Leistungs- und Kostenentwicklung, zu Prozessen und zur Qualität transparent und zugleich auf einem höheren Aggregationsniveau präsentiert werden. Das Einsatzgebiet der KLGs könnte deshalb in Zukunft über die eigentliche Leistungsabbildung hinaus erweitert werden und auch zum Zwecke der Kosten- sowie Prozess- und Qualitätssteuerung eingesetzt werden.

Kongress

Warum ist Patient Empowerment so schwierig?

27. April 2017
10:30 - 10:50 Uhr

Kongresssaal C

Die 30-jährige Geschichte des Patient Empowerments schliesst die Versuche der persönlichen Krankenakte, Erfahrungen von und mit e-Patienten, Internet als second Opinion, Anreize der Kassen, sowie Spiele, die zu einem gesunden Lebensstil anleiten, ein. Was können wir von der Vielzahl der Versuche, Erfolge und Niederlagen lernen?

Als CEO des Medical Records Institutes hat C. Peter Waegemann die Frage des Patienten Empowerments jahrzehntelang verfolgt und bietet eine Analyse an.

Kongress

Abschlussdiskussion mit allen Referenten

27. April 2017
10:50 - 11:00 Uhr

Kongresssaal A

Kongress

Abschlussdiskussion mit allen Referenten

27. April 2017
10:50 - 11:00 Uhr

Kongresssaal B

Kongress

Abschlussdiskussion mit allen Referenten

27. April 2017
10:50 - 11:00 Uhr

Kongresssaal C

International Networking

How to Access the German Market: Best Practices in Digital Health

27. April 2017
11:00 - 12:30 Uhr

International Networking Lounge powered by GTAI, Stand B-111, Halle 4.2

Host:

Germany Trade & Invest

Workshop

Startup und dann? Integration der innovativen Produkte in die Gesundheitsversorgung!

27. April 2017
11:00 - 13:00 Uhr

PR-Raum, Halle 1.2

Veranstalter:

Bundesverband Internetmedizin e. V.

Exkursion

Telemedizinische Assistenzsysteme in der Prävention, Rehabilitation und Nachsorge

27. April 2017
11:00 - 13:00 Uhr

Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme FOKUS

Veranstalter:

Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH

Partnerveranstaltung

UX Design#LIVE: Der Nutzer im Fokus - Mit nutzerzentrierten Prozessen erfolgreiche digitale Gesundheitslösungen entwickeln

27. April 2017
11:00 - 13:00 Uhr

Raum Lindau 4, Meeting Bridge A, Halle 2.2

Veranstalter:

Cluster IKT, Medien, Kreativwirtschaft und IDZ

Kongress

Stand und Perspektiven des bundeseinheitlichen Medikationsplans (BMP) in Deutschland

27. April 2017
11:30 - 11:45 Uhr

Kongresssaal A

Über das E-Health-Gesetz festgelegt begann im Oktober 2016 der Rollout des bundeseinheitlichen Medikationsplans. Große Umsetzungsbereitschaft führte dazu, dass noch in der Übergangsphase den Anwendern die Lösungen bereitstanden. Und die Anwender identifizierten sich damit mit der Folge, dass nun vermehrt Medikationspläne nutzbar werden, ja sogar schon elektronisch aktualisierbar.

Das zu Beginn 2016 in Kraft getretene E-Health-Gesetz sah für den 1.10.2016 den Beginn des Rollouts des Medikationsplans (§ 31a des SBG V) vor. Dabei sollte die im Rahmen des Aktionsplans zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) erar¬bei¬tete Spezifikation für einen bundeseinheitlichen Medikationsplan (BMP) berücksichtigt werden. Die dort vorgesehenen Konzepte sahen eine vereinfachte Aktualisierung des Papierplans auf Basis eines integrierten 2D-Barcodes vor und gleichzeitig die elektroni¬sche Bereitstellung der im Plan enthaltenen Daten für weiterführende Nutzung derselben. Welche der über das Gesetz festgelegten Teile der Maßnahme konnten realisiert werden, lassen sich die Daten effektiv austauschen und sind bereits erste positive Effekte mit Blick auf die Verbesserung der ATMS zu beobachten?

KBV, BÄK und DAV legten zusammen mit der Industrie die Vorgaben zur Implementierung fest, die es galt zeitnah umzusetzen. Dabei wurde die bestehende Spezifikation angepasst und veröffentlicht.

Ca. 150 Softwarelösungen für Arztpraxen (PVS), 40 für Apotheken (AVS) und 20 für Krankenhäuser (KIS mit Subsystemsystemen) sind direkt und indirekt aufgerufen die Lösung umzusetzen, die für quasi alle Ärzte verpflichtend, alle Apotheker optional genutzt werden sollen. Knapp jeder dritte Patient ist hiervon betroffen, indem er einen Anspruch auf einen BMP nach § 31a hat, wenn er mehr als 3 systemische Arzneimittel dauerhaft einnimmt.

Der wohl knappen Umsetzungszeit geschuldet war zum 1.10.2016 noch keine Lösung umfänglich fertig, was unproblematisch zu sehen ist, da eine Übergangszeit von 2 Quartalen vorgesehen war. Zeitnah danach konnte von der KBV erst eine Konformitätsprüfung und gleich im Anschluss eine Zertifizierung aufgesetzt werden, der sich auf Grund der Gesetzeslage alle PVS-Systeme routine¬mäßig unterziehen müssen. Spätestens zum Jahreswechsel konnten über 90 % der PVS-Systeme eine Umsetzung vorweisen sowie Lösungen für den Krankenhausbereich fertig waren. Überraschend gab es mehrere Hersteller, die gleichzeitig Apps für Smartphones demonstrieren konnten, die sowohl für Professionals als auch für Patienten geeignet sind. Erste Tests zeigten eine sehr einfache Installation und Einscannen eines BMPs in nur wenigen Minuten. Bei den Anwendern konnten erste Beobachtungen gemacht werden, z.B. dass in Notfallambulanzen bereits nach dem Stichtag mehr Medikationspläne für die Patienten vorlagen als zuvor, auch wenn diese Pläne noch nicht den neuen Standard erfüllten.

Trotz Vorankündigung hat es über ein Quartal gedauert, bis die ersten Lösungen zufriedenstellend liefen. Erstaunlich ist die trotz der anfänglichen Zurückhaltung dann einsetzende schnelle und breite Umsetzungsbereitschaft der Industrie. Der Anstieg an Medikationsplänen an sich ist ein sehr gutes Ergebnis gerade im Hinblick auf die AMTS, der deutlich macht, dass das Gesetz angenommen wird, als auch dass tatsächlich mit dem Gesetz ein Bedarf gedeckt wird. Auswertungen über einzelnen Verbesserungen werden sicherlich nachfolgen und können in neuen Versionen ihren Eingang finden. Die breite Verfügbarmachung von Medikationsdaten auf einheitlichem Niveau dürfte zudem die Grundlage für Interoperabilität und weitere e-Health-Umsetzungen sein, z.B. in der nächsten Stufe der elektronische Medikationsplan via eGK.

Kongress

Aktuelle Phänomene von Cybercrime aus Sicht der ZAC Berlin

27. April 2017
11:30 - 11:50 Uhr

Kongresssaal B

Die zunehmende Komplexität im Bereich der Cyberkriminalität, das je nach Digitalisierungsgrad des Unternehmens teilweise extrem hohe Schadenspotential und die Auswirkungen auf die Gesellschaft führten bei allen Länderpolizeien und auch beim BKA zur Einrichtung einer "Zentralen Ansprechstelle Cybercrime" (ZAC).

Aufgabe der ZAC-Berlin ist es als Berater und Vermittler für die Wirtschaft in Berlin auch schon im Vorfeld eines Cybercrime-Schadenfalles ansprechbar zu sein und nach Eintritt des Schadenfalles die polizeilichen Ermittlungen zu koordinieren. Hier gilt es die Bedürfnisse der Gefahrenabwehr und der Strafverfolgung zu berücksichtigen.

In meinem Vortrag, der folgende Punkte umfasst, möchte ich dann noch die als Sachbearbeiter Im Bereich Cybercrime seit 2007 gesammelten Erfahrungen im Sinne von "best practise" weitergeben:

  • Vorstellung der ZAC
  • aktuelle Phänomene
  • gute Vorbereitung und Planung als Garant für eine erfolgreiche Abwehr - oder zumindest reduzierten Schaden

Kongress

Session 16 | Umsetzung von Telematikinfrastruktur und E-Health

27. April 2017
11:30 - 13:00 Uhr

Kongresssaal A

Kongress

UCARE-Cards: Schaffung von Usability-Bewusstsein für die Entwicklung technischer Assistenzsysteme und Software

27. April 2017
11:40 - 12:00 Uhr

Kongresssaal C

User-Centered Design und die Beteiligung des zukünftigen Nutzers an den Entwicklungsprozessen ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor moderner Innovationstechniken und gleichzeitig ein großer Mangel vergangener Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Bereich technischer Assistenzsysteme oder auch von Branchensoftwarelösungen [1]. So ist vielen kleinen und mittleren Herstellern von Branchensoftware in der Sozialwirtschaft der Begriff Usability-Engineering nicht einmal geläufig oder sie haben schlicht kein Budget für die Einbindung von Usability [2].
Mit Hilfe der UCARE-Cards sollen alle am Entwicklungsprozess beteiligten Personen dabei unterstützt werden, den Nutzungskontext des Systems besser zu erfassen.  

Die Hersteller von IT-Systemen in der Sozialwirtschaft sind vorwiegend klein- und mittlere Unternehmen (KMUs) mit guten Fachkenntnissen für die Domäne. Ein Usability-Werkzeug zur Schärfung des Bewusstseins von Usability stellen hierbei die UCARE-Cards dar, die im Rahmen des vom BMWi geförderten Forschungsprojektes UCARE entwickelt und getestet wurden. Es handelt sich um ein einfaches und ressourcensparendes Usability-Werkzeug, mit dem der Nutzungskontext von Systemen in Form von Workshops diskutiert wird.

Aus dem Nutzungskontext können drei verschiedene Kartentypen abgeleitet werden: Handlungen, Personas und Umgebungen. In Kleingruppen werden die UCARE-Cards herangezogen. Die UCARE-Cards werden untereinander verschieden kombiniert. Dabei wird gemeinsam diskutiert, ob die bereits im Einsatz befindende Software bestimmte Rahmenbedingungen erfüllt, ggf. neue Spezifika von Personas, Handlungen und Umgebungen zu neuen Funktionalitäten des Systems führen oder welche Anforderungen ein neu zu entwickelndes technisches Assistenzsystem erfüllen muss. Sämtliche Ideen werden während des Austausches skizziert.

Die bisherigen Erfahrungen im Einsatz der UCARE-Cards haben gezeigt, dass mit Hilfe der UCARE-Cards in der Konzeptionsphase im KMU neue Blickwinkel eröffnet werden, sodass die Usability des Systems gesteigert wird. Die UCARE-Cards helfen zusätzlich bei der Generierung von funktionalen und nicht-funktionalen Anforderungen. Des Weiteren kann z.B. eine bestehende Pflegesoftware mit Hinblick auf nicht unterstützte Funktionalitäten, Personengruppen und Umgebungen analysiert werden und neue Impulse hinsichtlich Kreativität und Motivation im Entwicklungsteam gesetzt werden. Der Ausbau von Systemen wird enger als bisher an den Anwender mit seinen Anforderungen in einer bestimmten Situation verknüpft und führt damit zu gebrauchstauglichen Systemen.

Bislang konzentrieren sich die UCARE-Cards ausschließlich auf die ambulante Pflege. Ziel ist es, diese auf weitere Bereiche und Arbeitsfelder wie beispielsweise den stationären Bereich oder Leistungsabrechnung auszudehnen, um die Zielgruppe zur Nutzung dieses Usability-Werkzeugs zu vergrößern und mehr Spielraum für die Ideengenerierung in weiteren Funktionalitäten zu erreichen. Der Einsatz dieses auf die Branche zugeschnittene Arbeitstools ist in der Sozialwirtschaft einmalig und der neu gegründete Verein UCARE e.V. erhofft sich eine Verbreitung des Bewusstseins für Usability und den Ausbau des Einsatzes von Usability-Methoden sowohl auf Anwender- als auch auf Herstellerseite in der Branche.

Quellen:
[1] BMG-Studie „lnformations- und Kommunikationstechnologie (lKT) in der Pflege“ (ePflege),
Arbeitsgrundlagen für den lV. Workshop „Handlungsempfehlungen für die Politik“
am 13.9.2016 in Berlin (nicht veröffentl.)
[2] Gräfe, B., Wolff, D., Timmermanns, S., Trappe. C., Rahner, S.: Potentiale von Usability in KMUs – Wohin geht der Trend der Hersteller von Dokumentationssystemen in der Sozialwirtschaft?, 2015 (nicht veröffentl.)

Kongress

Einführung der Telematikinfrastruktur – Anforderungen an Hersteller und Teilnehmer

27. April 2017
11:45 - 12:00 Uhr

Kongresssaal A

Die Telematikinfrastruktur des deutschen Gesundheitswesen befindet sich in der Erprobung. Im 2015 verabschiedeten eHealth-Gesetz sind neben gesetzlichen Fristen zur Einführung des Versichertenstammdatenmanagements auch weitere Anwendungen definiert, die in den nächsten beiden Jahren über die Telematikinfrastruktur umgesetzt werden sollen. Zu diesen zählen insbesondere das Notfalldatenmanagement, die sichere Übertragung elektronischer Arztbriefe, der elektronische Medikationsplan und nicht zuletzt die Einführung einer elektronischen Patientenakte.
Dieser Vortrag zeigt auf, welche technischen Anforderungen sich hieraus an die Hersteller von Krankenhaus – oder Arztinformationssystemen ergeben und wie diese zur Teilnahme an diesem Zukunftsmarkt umgesetzt werden können. Es wird der aktuelle Stand der Entwicklung der Telematikinfrastruktur erläutert und es wird ein Ausblick gegeben, wie die Einführung der oben benannten Anwendungen durch die Hersteller von Krankenhausinformationssystemen umgesetzt werden kann. Zudem wird dargestellt welche Integrationsaufgaben in einem Krankenhaus zur Anbindung an die Telematikinfrastruktur ausgeführt werden müssen. Hierbei wird auf die Erfahrung der bereits erfolgten Integration im Rahmen der Vorbereitung der Erprobung der Telematikinfrastruktur zurückgegriffen.
Ein Einblick in notwendige Kommunikationsmaßnahmen gegenüber den Anwendern ist ebenfalls Teil dieses Vortrags. Hierbei werden die Vorteile der anstehenden Einführung zusätzlicher, medizinischer Anwendungen dargestellt und es werden offene Fragen adressiert.

Kongress

IT-Sicherheitsrisiken im Krankenhaus - Erkennen und vorbeugen

27. April 2017
11:50 - 12:10 Uhr

Kongresssaal B

Kongress

Die Nutzung der Telematikinfrastruktur aus Sicht der Krankenhäuser

27. April 2017
12:00 - 12:15 Uhr

Kongresssaal B

Die Telematik-Infrastruktur bildet die Grundlage für wesentliche Bereiche der Digitalisierung des Gesundheitswesens. Wie die Realisierung unterschiedlicher Anwendungen auf der TI aussehen kann, wird auf Basis der aktuellen Spezifikationen erläutert. Ein Schwerpunkt ist dabei das gematik-Projekt „Migration von Gesundheitsdatendienste in die TI am Beispiel der elektronischen Fallakte“ welches die Frage beantwortet, wie bestehende Gesundheitsdatendienste und -netzwerke die Vorteile der Telematikinfrastruktur nutzen können.

Es wird viel darüber gesprochen, was die TI vermeintlich alles nicht leistet. Gleichzeitig werden Projekte aufgesetzt und Lösungen erarbeitet, die schon lange als TI-Anwendungen vorbereitet sind. Inselprojekte entstehen durch Einzelvereinbarungen, die dann nur regional oder für bestimmte Versichertengruppen verfügbar sind oder durch technologische Bindungen den Kontakt zu anderen Leistungserbringern verhindern. Die TI adressiert viele der dadurch entstehenden Probleme wie flächendeckend einheitliche Sicherheitsmechanismen, elektronische Identitäten für alle Leistungserbringer, Zertifikate für alle Organisationen und für beteiligte Dienste. Die Parallelprojekte schaden dem Fortschritt der TI, da auch wichtige Ressourcen der IT-Unternehmen gebunden werden. Am Beispiel typischer Gesundheitsanwendungen soll gezeigt werden, wie diese mit Hilfe der TI realisiert werden können und welche Vorteile sich dadurch ergeben.

Basis des Vortrages bilden die Ergebnisse des Projektes „Migration von Gesundheitsdatendiensten“ und die Spezifikationen, die für den Online-Rollout der Stufe 2 vorliegen. Bei der Auswahl der Gesundheits-Anwendungen wurde auf die entsprechenden Veröffentlichungen und das Telemedizinportal der Bundesregierung zurückgegriffen. Hierbei wurden Anwendungen ausgewählt, deren Nutzen sich aus Sicht eines Krankenhauses bewerten lässt. Mit Hilfe von Beispiel-Deployments werden die Möglichkeiten der Telematikinfrastruktur praktisch greifbar und es wird herausgearbeitet, welcher Nutzen gegenüber den heute üblichen Inselprojekten entsteht.

Dem Zuhörer soll eine Bewertung der Möglichkeiten und Potentiale der Telematikinfrastruktur er-möglicht werden. Zudem soll ein Bild gezeichnet werden, wie eine zukünftige Dienstelandschaft auf Basis der einheitlichen und flächendeckend verfügbaren Telematikinfrastruktur aussehen kann. Zu-sammenfassend wird der Nutzen, insbesondere gegenüber Insellösungen, auf wesentliche Punkte konzentriert.

Mit einem kritischen Blick auf die zeitliche Verfügbarkeit der TI sollen anwesende Hersteller ermutigt werden, Lösungen zu konzipieren, die in die TI migriert werden können. Anwender sollen aufgefordert werden, künftig zu prüfen, ob eingesetzte Anwendungen einen Migrationspfad in die TI aufzeigen. Abschließend wird ein Ausblick auf die weiteren Planungen der gematik gegeben.

Kongress

Nursing and More - Im Fokus der Digitalisierung

27. April 2017
12:00 - 12:20 Uhr

Kongresssaal C

Im Zuge des demografischen Wandels hin zu einer "Gesellschaft des längeren Lebens" gerät die Pflege insbesondere am "Gesundheitsstandort zuhause" immer stärker an Bedeutung. Die sich deutlich beschleunigende Digitalisierung aller Lebensbereiche macht auch vor den in eigener Wohnung lebenden Menschen mit Pflegebedarf nicht halt. Ganz im Gegenteil werden in diesem Segment mittelfristig bedeutsame Perspektiven gesehen, gleichzeitig Autonomie und Lebensqualität der zu Pflegenden zu sichern und aufgrund des befürchteten Fachkräftemangels drohende Versorgungsengpässe zu meistern.

Die Pflege ist traditionell sehr nahe beim einzelnen Menschen. Dies beinhaltet das Bemühen um umfassende ganzheitliche Wahrnehmung der Lebensbedingungen und Bedürfnisse der zu Pflegenden wie auch die Dichte der persönlichen Kontakte und Beziehungen. Vor diesem Hintergrund eignet sich die ambulante Pflege in besonderer Weise als Koordinierungsinstanz und Schaltstelle für das Miteinander der verschiedenen weiteren Akteure, vom Erbringer haushaltsnaher Dienstleistungen über den Hausarzt und die Apotheke bis hin zum Rettungsdienst.

Die Digitalisierung erlaubt zunehmend den Einsatz von Technik zum Monitoring des Lebensumfeldes und der Vitaldaten der zu Pflegenden; hier gehen Anwendungen aus dem Bereich "smart home" und aus der Medizin immer mehr ineinander über. Das Potenzial dieser Technik kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, vorausgesetzt, dass sie von allen Beteiligten akzeptiert, und gewollt ist und zum erfahrbaren Vorteile der betreuten Menschen genutzt werden kann. Schon Informationen über Bewegungsaktivitäten, Schlafverhalten oder über das Raumklima, wie sie in smart home Anwendungen erfasst werden, geben laufend wichtige Aufschlüsse über die Lebensbedingungen etwa weitgehend immobiler, gleichwohl aber mit pflegerischer Unterstützung zum selbständigen Leben in eigener Wohnung befähigter Menschen.

Kongress

Das Gesundheitsnetzwerk zur sektorenübergreifenden Versorgung – Patienten im Mittelpunkt digitaler Gesundheitsleistungen

27. April 2017
12:15 - 12:30 Uhr

Kongresssaal A

Der von der Bundesregierung angestrebte flächendeckende digitale Datenaustausch zwischen Ärzten, Krankenhäusern und Apotheken lässt weiter auf sich warten. Das wollen wir ändern und gemeinsam an konkreten Lösungen zu einer digitalen Vernetzung der Versorgungsstrukturen in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern arbeiten. Ziel ist es, Daten wie Befunde oder Laborwerte im Sinne des Patienten schneller verfügbar und nutzbar zu machen.

Dies stellt einen wesentlichen Schwerpunkt unserer gegenwärtigen Digitalisierungsanstrengungen dar. Dafür arbeiten wir in einem Konsortium intensiv an dem Aufbau einer sektorenübergreifenden digitalen Gesundheitsplattform.

Als Grundstein für den sicheren und einfachen digitalen Austausch zwischen Leistungserbringern und Patienten dient der IHE-Standard (Integrating the Healthcare Enterprise). IHE bildet in anderen Ländern wie der Schweiz, Österreich oder in den USA bereits den Grundstein für eine elektronische Patientenakte.

Das Ziel ist es, den Informationsaustausch zwischen allen an der Versorgung beteiligten Akteuren (z. B. Ärzte, Krankenhäuser und Krankenkassen) digital und vor allem fehlerfrei zu gewährleisten, aber auch den Datenaustausch zwischen den Patienten/Versicherten sowie allen unterschiedlichen Leistungserbringern unkompliziert und nutzerfreundlich zu gestalten. Das soll mittels moderner technisch-digitaler Lösungen die Versorgungsqualität steigern und den Patienten wieder mehr in den Mittelpunkt zu rücken.

Wir wollen, dass künftig alle erhobenen medizinischen Informationen an den Stellen vorliegen, an denen diese gerade benötigt werden – natürlich stets unter voller Entscheidungshoheit des Patienten selbst als auch unter höchsten Datensicherheits- und Datenschutzaspekten.

Ein wichtiger Bestandteil dieser Gesamtlösung ist die digitale Patientenakte. Sie schafft Transparenz und stärkt die Autonomie der Beteiligten, indem sie es ermöglicht, an der eigenen Versorgung teilzuhaben sowie Zugriff auf die erhobenen Daten zu erhalten.

Sobald ein Patient nach seiner Zustimmung am Gesundheitsnetzwerk teilnimmt, speichert der behandelnde Arzt, wie gewohnt, die Untersuchungsergebnisse und Gesundheitsdaten in seiner Arztsoftware. Gleichzeitig liegen diese Daten nun für andere Akteure zur Einsicht bereit. Sollte der Patient im Anschluss beispielsweise stationär behandelt werden oder eine therapeutische Maßnahme erhalten, kann das medizinische Fachpersonal nach Verifizierung Einsicht auf die beim behandelnden Arzt erhobenen Daten nehmen. Durch diese ganzheitliche Lösung ist es möglich, die Verordnung auf dem Papierweg zu umgehen und den Bürokratieaufwand zu verringern. Darüber hinaus kann ein deutlich schnellerer Informationsaustausch stattfinden, wodurch sich Wartezeiten verkürzen.

Im Vordergrund steht nun die gemeinsame Arbeit an konkreten Modellen. Hierzu werden in einem ersten Schritt konkrete praktische Anwendungsfälle identifiziert, die sowohl einem Indikations- als auch regionalem Ansatz erfolgen können.

Kongress

Bessere und automatisierte Diabetes Tagebücher mit Smartwatches

27. April 2017
12:20 - 12:40 Uhr

Kongresssaal C

Diabetes Tagebücher (DT), die vom Diabetes Mellitus Patienten täglich und regelmäßig geführt werden sollen, helfen dem Diabetologen, die Wirksamkeit der individuellen Therapie zu verifizieren und zu optimieren. Die verhaltensinduzierten Einflussfaktoren auf die Therapie, wie das Ausmaß von körperlicher Bewegung, besondere Stresssituation, Schlaf und außergewöhnliche Mahlzeiten finden ihren Weg in die Tagebücher, wenn überhaupt, nur aus deutlich subjektiv geprägter Bewertung des Aufzeichnenden. Daran hat auch die fortschreitende Digitalisierung dieser DT vom Papier hin zu Smartphone Apps und PC wenig geändert. Gerade bei älteren Patienten sind eine derartige digitale Infrastruktur und Nutzungskompetenz zudem kaum vorauszusetzen.

Die automatisierte Erstellung von DT per Smartwatch hat zunächst den Vorteil, dass die verhaltensinduzierten Einflussfaktoren auf den Diabetes Mellitus: Bewegungs-, Schlafverhalten und Puls objektiv und auch ohne Mitwirken des Patienten über den gesamten Tagesverlauf erfasst werden. Durch Verwendung von Smartwatches mit integriertem Zellulartelefon (Samsung Gear™, LG Urbane™ ) ist zudem sichergestellt, dass eine Übertragung des DT in die Arztpraxis in jedem Fall möglich ist. Es muss keine zusätzliche spezifische IT Infrastruktur beim Patienten (wie Smartphone, Internet Zugang mit WLAN) vorausgesetzt werden. Die autarke Kommunikationsfähigkeit der Smartwatch erlaubt auch eine telemedizinische Konsultation des behandelnden Diabetologen, insbesondere zur kurzfristigen Ursachenklärung von Hypoglykämien, ohne dass der Patient mit seiner Smartwatch in der Praxis des Arztes vorsprechen muss. Zusätzlich zu der vollautomatischen Protokollierung von Bewegungsverhalten, Schlaf und Puls im DT kann der Patient unauffällig in der Smartwatch App besondere verhaltensinduzierte Diabetes Faktoren wie besonders kohlenhydratreiche  Mahlzeiten u. Alkoholgenuss manuell angeben. Dabei gilt allerdings der gleiche Subjektivitätsvorbehalt wie bei der bisherigen Tagebuch Erstellung.

Die für die automatisierte DT Erstellung notwendige Smartwatch App Technologie stützt sich auf die Erkennung der Aktivitäten und Ereignissen des täglichen Lebens (ADLs, EDLs). Dies ist die Grundalge der von uns entwickelten Assistenztechnologie für Senioren, um ihnen eine selbstbestimmtes und sicheres Leben im vertrauten Zuhause bis ins hohe Alter zu ermöglichen. Auch für diese Zielgruppe war eine Technologie zu entwickeln, die möglichst installationsfrei ist und keine weiteren Voraussetzungen an eine im Zuhause vorhandene technologische IT-Infrastruktur erfordert.

Mithilfe des Smartwatch erstellten DT kann auch bei nicht durchgeführten bzw. nicht regelmäßigen Messungen von Blutzucker bzw. Zucker der Gewebeflüssigkeit, wie es bei vielen Diabetes Mellitus Typ 2 Patienten der Fall ist, der verhaltensinduzierte Anteil der langfristigen HbA1c Glykohämoglobin Werte objektiver als bisher korreliert werden.     

Kongress

Es wird ernst - Rechtsverordnung aktuell

27. April 2017
12:30 - 12:50 Uhr

Kongresssaal B

Kongress

IT-Sicherheit aus Herstellersicht

27. April 2017
12:30 - 12:50 Uhr

Kongresssaal B

Im Krankenhaus werden viele sensible Daten verarbeitet und es gibt viele technische Möglichkeiten diese zu schützen. Schutzmaßnahmen bedeuten auch für klinisches und IT Personal mehr Aufwand. Deshalb müssen Anwender und Hersteller gemeinsam wirksame und leistbare Maßnahmen herausarbeiten.

Kongress

Abschlussdiskussion mit allen Referenten

27. April 2017
12:30 - 13:00 Uhr

Kongresssaal A

Partnerveranstaltung

Preisverleihung „getIT HealthTourism“

27. April 2017
12:30 - 13:30 Uhr

International Networking Lounge powered by GTAI, Stand B-111, Halle 4.2

Veranstalter:

Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH

Kongress

NAMES - Notruf und Assistenzsysteme zur Erhaltung der Mobilität und Erhöhung der Selbstbestimmung im häuslichen Umfeld

27. April 2017
12:40 - 13:00 Uhr

Kongresssaal C

Unsere Gesellschaft wird durch den demografischen Wandel nachhaltig verändert. Zahlreiche Senioren, Pflegebedürftige, Behinderte und Demenzkranke erfahren benötigte Aufmerksamkeit in Seniorenresidenzen, betreuten Wohnanlagen oder Pflegeeinrichtungen. Künftig sollen barrierefreie, altersgerechte Wohnsitze den Menschen ermöglichen länger in ihrem gewohnten Wohnumfeld zu leben. Dabei ist es wichtig, dass mittels bezahlbarer Zusatzausstattung Sicherheit in und außerhalb der Wohnung gewährleistet wird, welche bei steigendem Assistenzbedarf „nachrüstbar“ ist und dass Hilfe in „greifbarer“ Nähe verfügbar ist.

Für die betreuenden Einrichtungen ist die zentrale Aufgabe, den Alltag der Menschen, die auf Betreuung oder Pflege angewiesen sind, lebenswert zu gestalten und die Selbständigkeit der Menschen zu bewahren und zu fördern. Die Bestimmung des Aufenthaltsortes von Personen, die Überwachung von Aufenthaltsbereichen, eine manuelle und automatisierte Notruffunktion und die bestmögliche Unterstützung im Bedarfsfall sind dabei wesentlich.

Durch die mit NAMES realisierte robuste und fehlertolerante Ortung im häuslichen Umfeld wird mobilitäts- und sicherheitsbewussten Bewohner(innen) zuhause, in betreutem Wohnen oder Seniorenresidenzen ein Leben in Eigenständigkeit und Eigenverantwortung ermöglicht. Durch die Kommunikationsfähigkeiten der Lösung ist es möglich manuelle (durch den Nutzer ausgelöste) und automatisierte (durch ein Ereignis oder eine Ereigniskette) Notruffunktionen zu realisieren.

Die technische Herausforderung im NAMES-Projekt ist die zuverlässige Ortung in Gebäuden und der sichere Übergang zu GPS-Ortung im Freien. Die Neuentwicklung der Indoor-Ortung wird über zwei unabhängige Technologien abgesichert um Fehlalarme zu vermeiden: e-home Deckensensoren und iBeacons. Die vom Fraunhofer IIS entwickelte Lokalisierungslösung  verwendet diese Beaconsignale zur Ortsbestimmung basierend auf einem Fingerprinting-Verfahren. Die Innovation der Lokalisierungslösung besteht in der koordinatenlosen Ortsbestimmung, die direkt von Signalbildern auf Räume schließen kann. Es wird keine Karte benötigt. Die Lokalisierung erzeugt allgemeinverständliche semantische Bezeichnungen (z.B. Raumnamen wie Küche, Esszimmer). Das ermöglicht eine schnelle und einfache Inbetriebnahme des Systems. Die TeleOrbit GmbH führt diese Technologien mit der vorhandenen Outdoor-Ortungstechnik zusammen. Die verwendete Notruf- und Alarm-App wurde für den Einsatz in SmartPhoneWatches weiterentwickelt und für die Indoor-Ortung optimiert.

Kongress

Ausführliche Abschlussdiskussion mit allen Referenten

27. April 2017
12:50 - 13:30 Uhr

Kongresssaal B

Messeführung

Elektronische Patientenakten

27. April 2017
13:00 - 14:00 Uhr

bvitg-Stand C-117, Halle 4.2

Veranstalter:

Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V.

Podiumsdiskussion/ Präsentation

focus „Der Bundesmedikationsplan für den Patienten?!“

27. April 2017
13:00 - 14:00 Uhr

Networkingfläche, Halle 3.2

Veranstalter:

AG AMTS des Bundesverbands Gesundheits-IT – bvitg e. V. in Kooperation mit dem Fachmagazin E-HEALTH-COM

Podiumsdiskussion/ Präsentation

Terminologiesysteme in Deutschland: Status Quo und Perspektiven

27. April 2017
13:00 - 14:00 Uhr

Networkingfläche, Halle 4.2

Veranstalter:

Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V.

Messeführung

MDK-Tools

27. April 2017
13:30 - 14:30 Uhr

bvitg-Stand C-117, Halle 4.2

Veranstalter:

Deutsche Gesellschaft für Medizincontrolling  e. V

mobile health ZONE

Von Deutschland in die USA – Startups berichten von ihren Erfahrungen im amerikanischen Gesundheitswesen

27. April 2017
14:00 - 15:00 Uhr

mobile health ZONE, Halle 2.2

Veranstalter:

Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V. und Bundesverband Internetmedizin e. V.

Messeführung

Arzneimitteltherapiesicherheit

27. April 2017
14:15 - 15:15 Uhr

bvitg-Stand C-117, Halle 4.2

Veranstalter:

Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V.

Podiumsdiskussion/ Präsentation

Big Data: Auf der Suche nach dem Anwendungsfall

27. April 2017
14:15 - 15:15 Uhr

Networkingfläche, Halle 4.2

Veranstalter:

Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V.

Podiumsdiskussion/ Präsentation

Scheitern die Systemakteure an ihren eigenen Sektorengrenzen?

27. April 2017
14:15 - 15:15 Uhr

Networkingfläche, Halle 3.2

Veranstalter:

Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V. und Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und -gestaltung e. V. (GVG)

Workshop

Interoperabilität für klinische Register

27. April 2017
14:15 - 15:45 Uhr

PR-Raum, Halle 1.2

Veranstalter:

Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V.

Podiumsdiskussion/ Präsentation

Mobile Health – Datenschätze heben, Risiken kennen

27. April 2017
15:30 - 16:30 Uhr

Networkingfläche, Halle 3.2

Veranstalter:

Deutsche Gesellschaft für Telemedizin e. V.

Podiumsdiskussion/ Präsentation

Qualität von Apps in der medizinischen Versorgung

27. April 2017
15:30 - 16:30 Uhr

Networkingfläche, Halle 4.2

Veranstalter:

Bundesverband Gesundheits-IT – bvitg e. V. und Bitkom Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V.

Abendveranstaltung

Abschlussveranstaltung der conhIT 2017

27. April 2017
16:30 - 18:00 Uhr

bvitg-Stand C-117, Halle 4.2

Veranstalter:

Bundesverband Gesundheits-IT - bvitg e. V.

Optionen